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„Turbolader in die Zwei-Klassen-Medizin“ SPD-Forderung nach Bürgerversicherung schreckt Ärzte und Versicherer auf

Ist nicht angetan von der Idee einer Bürgerversicherung: Bundesärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery.
Ist nicht angetan von der Idee einer Bürgerversicherung: Bundesärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery. © Helliwood media & education

Die SPD fordert die Bürgerversicherung als Bedingung für eine erneute Große Koalition – und sowohl die Bundesärztekammer als auch der PKV-Spitzenverband sind alles andere als begeistert davon. Die Bürgerversicherung sei in Wirklichkeit der „direkte Weg in die Zwei-Klassen-Medizin“, wettert Bundesärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery.

| , aktualisiert am 02.03.2018 11:51  Drucken

„Wer die Bürgerversicherung will, der startet den Turbolader in die Zwei-Klassen-Medizin“, kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery die Bürgerversicherungsforderung der SPD.

Bundesbürger und auch die EU-Kommission seien mit dem Gesundheitssystem hierzulande zufrieden: „Wir wollen keine Rationierung, keine Wartezeiten und keine Begrenzungen der Leistungskataloge wie in den Einheitssystemen der Niederlanden oder in Großbritannien“, so Montgomery.

Hinzu komme, dass die private Krankenversicherung (PKV) die rasche Übernahme des medizinischen Fortschritts für alle Patienten ermögliche. Montgomery: „Die Existenz der PKV führt mit einem hohen Leistungsversprechen dazu, dass auch das GKV-System versucht, einen hohen Versorgungsstandard trotz aller Sparbemühungen aufrechtzuerhalten.“

Dem stimmt auch der PKV-Verband zu:

„Medizinische Innovationen würden ohne den Wettbewerb mit der PKV erschwert“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Verband kritisiert zudem, dass durch eine Bürgerversicherung tausende Ärzte, Hebammen und weitere Helfer ihre Jobs verlieren würden. Es wäre verantwortungslos, „aus parteipolitischen Motiven 68.000 qualifizierte Arbeitsplätze in der PKV zu bedrohen“, so der PKV-Verband.

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