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Trotz immer mehr Hackerangriffen Deutsche reagieren sorgloser auf Cyber-Risiken

Ein Hacker während eines Angriffs: Die Deutschen haben zwar Angst vor Cyber-Risiken, schützen sich aber kaum.
Ein Hacker während eines Angriffs: Die Deutschen haben zwar Angst vor Cyber-Risiken, schützen sich aber kaum. © dpa/picture alliance

Nicht nur große Unternehmen sind durch die steigende Zahl der Hackerangriffe bedroht. Auch bei privaten Internetnutzern gibt es für Datendiebe einiges zu holen. Trotzdem werden die Bundesbürger zunehmend sorgloser in Sachen Cyber-Risiken, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

| , aktualisiert am 13.11.2017 11:39  Drucken

Im Jahr 2014 informierten sich noch 55 Prozent der privaten Internetnutzer regelmäßig über digitale Sicherheitsthemen, 2017 sind es nun nur noch 50 Prozent. Das zeigt die aktuelle Studie „Cyber-Risiken im Privatbereich“ des Marktforschungsunternehmens Yougov.

Auf den ersten Blick erscheint eine weitere Erkenntnis der Studienmacher jedoch verwunderlich, wenn nicht gar widersprüchlich: Trotz der wachsenden Sorglosigkeit scheint die Angst vor Cyber-Attacken unter den Deutschen ebenfalls größer zu werden. Hatten 2014 noch 11 Prozent der Internetnutzer in Privathaushalten Angst vor Datendiebstahl, sind es 2017 fast doppelt so viele (19 Prozent). Erst an zweiter Stelle kommt die Angst vor Viren (15 Prozent) die vor drei Jahren noch an erster Stelle stand (18 Prozent).

Jeder Zweite gibt im Rahmen der Umfrage an, schlichtweg den Überblick über Sicherheitsthemen verloren zu haben. Immer mehr Menschen verzichten daher bereits auf Virenscanner und Co. Jeder zehnte Deutsche (11 Prozent) hat aktuell keine besondere Vorkehrung gegen Online-Bedrohungen getroffen.

Bisher ist nur ein Prozent der privaten Nutzer gegen Cyber-Risiken über eine Versicherung abgesichert.

Und nur jeder Fünfte kann sich vorstellen, eine Police gegen die Gefahren des Internets abzuschließen. Diejenigen, die sich dazu bereit erklären würden, legen am meisten Wert auf die Absicherung von technischen Schäden (12 Prozent) und Schäden, die durch Ausspähung personenbezogener Daten entstehen (10 Prozent).

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