Trotz steigenden Renteneintrittsalters Deutsche gehen wieder früher in Rente

Stuttgart: Proteste von Polizeibeamten gegen die Rente mit 67.
Stuttgart: Proteste von Polizeibeamten gegen die Rente mit 67. © dpa/picture alliance

Die Deutschen werden immer älter, gehen aber einem Medienbericht zufolge wieder früher in Rente. Lag das Durchschnittsalter für den Rentenbeginn 2014 noch bei 64,1 Jahren, so waren es 2015 nur noch 64,0 Jahre.

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Die Deutschen gehen wieder früher in Rente. Innerhalb eines Jahres, von 2014 auf 2015, sank das Durchschnittsalter für Neu-Rentner von 64,1 auf 64,0 Jahre. Diese Zahlen veröffentlichte der Spiegel unter Berufung auf Daten der Deutschen Rentenversicherung.



Die Zahlen verblüffen, schließlich arbeiten Politiker hierzulande eifrig daran, dass die Deutschen später in Rente gehen. So steigt seit 2012 das gesetzliche Renteneintrittsalter nach und nach von 65 auf 67 Jahre. 2029 sollen die 67 Jahre erreicht sein. Das zeigt Wirkung. Im Jahre 2000 lag das besagte Durchschnittsalter schließlich noch bei 62,3 Jahren.

Grund für das Sinken der Zahlen ist ein Beschluss der Großen Koalition von 2014. Damals haben die Politiker die Möglichkeit der abschlagsfreien Rente mit 63 für langjährige Beitragszahler beschlossen. Das haben die Berechtigten stärker genutzt als vorher gedacht.

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Die Bundesbank empfahl letzte Woche nun, das Renteneintrittsalter bis 2060 sogar auf 69 Jahre anzuheben. Daraufhin folgten heftige Reaktionen der Bürger sowie der Politiker (wir berichteten).
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