Trotz Niedrigzinsen Deutsche werden immer reicher

Ein gut bestücktes Portemonnaie: Die Deutschen werden laut Jahresbilanz der DZ-Bank immer vermögender.
Ein gut bestücktes Portemonnaie: Die Deutschen werden laut Jahresbilanz der DZ-Bank immer vermögender. © dpa/picture alliance

Das Niedrigzinsumfeld lässt eine Vermögensflaute vermuten – dem ist aber nicht so. Tatsächlich werden die deutschen Haushalte immer reicher. Sparen wird immer beliebter, die Einkommensquote steigt und vor allem Aktien und Fonds zahlen sich, im wahrsten Sinne des Wortes, doch gut aus. So die Jahresbilanz von 2016 nach Berechnungen der DZ Bank.

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Trotz eher mickriger Zinsen werden die Deutschen unterm Strich immer reicher. Im vergangenen Jahr sind die Geldvermögensbestände der privaten deutschen Haushalte um 230 Milliarden Euro auf rund 5,7 Billionen Euro gestiegen. Das zeigen vorläufige Berechnungen der DZ Bank. Und auch die Tariflöhne und -gehälter sind im vergangenen Jahr deutlich gewachsen, berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung auf Basis des Berichts.

Somit sind die Geldvermögen mit 4,1 Prozent nur ein bisschen weniger gestiegen als im Jahr zuvor (4,8 Prozent). Das erklärten die Volkswirte des Geldinstituts in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Studie zum Großteil mit Wertzuwächsen bei Aktien und Fonds.



Weiterer Grund für die positiven Zahlen sei zudem „der anhaltende Sparfleiß der Bürger“. Die Studienautoren gehen davon aus, dass die Sparquote 2016 erneut leicht von 9,7 Prozent auf 9,8 Prozent gestiegen ist.

Nach DZ-Bank-Einschätzung dürften die nominal verfügbaren Einkommen insgesamt um gut 2,5 Prozent zugelegt haben – ohne größere Verluste durch Inflation, schreibt die Zeitung weiter.

Außerdem legten auch die Tariflöhne und -gehälter eine positive Entwicklung hin – um 1,9 Prozentpunkte nahmen sie zu. Das zeigt das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung.

Verteilt auf alle Branchen schlossen die Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes 2016 Lohn- und Gehaltstarife für rund 10,8 Millionen Beschäftigte ab. Die durchschnittliche Laufzeit der Verträge beläuft sich auf 22,8 Monate. Für weitere 8,4 Millionen Beschäftigte seien 2016 Erhöhungen in Kraft getreten, die bereits ein Jahr zuvor oder früher vereinbart worden waren, berichtet die Zeitung.
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