Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkassen, befürchtet in den kommenden Jahren finanzielle Schwierigkeiten für die Krankenkassen. © Techniker Krankenkasse
  • Von Manila Klafack
  • 16.12.2019 um 11:38
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Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse (TK), erwartet finanzielle Schwierigkeiten bei einigen Krankenkassen. Wenn die Ausgaben weiter so stark anstiegen wie bisher und die Konjunktur nicht weiter so positiv verlaufe, würden die Rücklagen der Kassen schnell aufgebraucht sein – und zu steigenden Beiträgen führen, so Baas.

Die derzeit positive finanzielle Lage vieler Krankenkassen könnte bald umschlagen. Die Ausgaben für die Versorgung würden laut Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, stark ansteigen. Der Anstieg liege aktuell bei mehr als fünf Prozent, wird Baas bei „Spiegel Online“ zitiert.

Bislang habe die gute Konjunktur mit steigenden Einnahmen der Sozialsysteme eine stabile Finanzsituation sowie die Aufbau von Rücklagen ermöglicht. Diese Rücklagen würden im nächsten Jahr die steigenden Ausgaben noch teilweise abpuffern.

Jedoch, wird Baas zitiert: „Wenn die steigenden Ausgaben, getrieben auch durch eine Reihe gesetzgeberischer Maßnahmen und eine eventuell schwächere Konjunktur, diese Rücklagen aufbrauchen, wird sich die Kostenentwicklung auf die Beitragssätze auswirken.“

Bereits für 2020 wurde der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei vielen Kassen angehoben. 0,2 Prozentpunkte müssen die Versicherten künftig im Schnitt mehr zahlen (wir berichteten). Die Techniker Krankenkasse allerdings gehört zu denjenigen, die ihren Zusatzbeitrag für kommendes Jahr reduzieren wird, von 0,9 auf 0,7 Prozent.

Von Januar bis September 2019 sei bei den Krankenkassen bereits ein Defizit von 741 Millionen Euro entstanden. Die Rücklagen dagegen, so heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Angaben des Gesundheitsministeriums, haben bei 20,6 Milliarden Euro und damit beim Vierfachen der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve gelegen.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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