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„Teuer, ungerecht und kurzsichtig“ Heils Rentenpläne laut Arbeitgeber „schwere Hypothek für junge Generation“

Ingo Kramer, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, bezeichnet die Rentenpläne von Hubertus Heil als
Ingo Kramer, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, bezeichnet die Rentenpläne von Hubertus Heil als "teuer, ungerecht und kurzsichtig". © dpa/picture alliance

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat die angekündigten Maßnahmen für die Rentenreform als „teuer, ungerecht und kurzsichtig“ bezeichnet. Auch das Institut für Wirtschaftsforschung äußerte Bedenken gegen das geplante Rentenpaket von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Demnach würden die reformbedingten Steuerzuschüsse im Jahr 2030 auf 160 Milliarden Euro anwachsen.

| , aktualisiert am 02.08.2018 14:43  Drucken

Gegen die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) regt sich Widerstand. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) bezeichnete den Gesetzentwurf für eine Rentenreform als „teuer, ungerecht und kurzsichtig“. Das berichtet die Deutsche Textservice Nachrichtenagentur (dts) unter Berufung auf die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Bis zum Jahr 2030 würden die geplanten Leistungsausweitungen rund 75 Milliarden Euro zusätzlich kosten. „Davon werden rund 65 Milliarden Euro die Beitragszahler schultern müssen. Das ist eine schwere Hypothek für die junge Generation und für Wachstum und Beschäftigung“, sagte demnach Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der FAZ.

Eine Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle stütze diese Aussage. Der Steuerzuschuss des Bundes zur Rente müsse demzufolge wegen der geplanten Leistungsausweitungen bald deutlich stärker steigen als bisher angekündigt.

„Wird das Rentenniveau bei 48 Prozent fixiert und darüber hinaus die Mütterrente aufgestockt, die Gleitzone für Geringverdiener ausgeweitet und Verbesserungen für Erwerbsgeminderte eingeführt, lägen die Bundeszuschüsse an die allgemeine Rentenversicherung 2025 bei ungefähr 95 Milliarden Euro und 2030 bei knapp 160 Milliarden Euro“, so das Fazit der IWH-Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), über die die FAZ berichtet.

Würden diese Steuerzuschüsse über die Umsatzsteuer finanziert werden, würde sie demnach zunächst von heute 19 Prozent auf 21,4 Prozent 2030 und dann auf 26,3 Prozent 2040 steigen.

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