Teil 2 Die Alternativen zur BU-Versicherung

Nur noch ein Teil der arbeitenden Bevölkerung kann sich den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung leisten. Pfefferminzia stellt deshalb die Alternativen zur BU vor (Teil 1 der Reihe). Neben einer EU ist die Dread-Disease-Versicherung eine Möglichkeit von vielen.

| , aktualisiert am 29.06.2016 09:29  Drucken

Diagnose Krebs: Schwere-Krankheiten-Versicherungen

Schwere Krankheiten stehen bei einer Dread-Disease-Versicherung klar im Fokus. Hier gibt es eine Einmalzahlung, wenn der Versicherte Krebs oder Multiple Sklerose bekommt, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet. Und zwar völlig unabhängig davon, ob er weiterarbeiten kann oder nicht – oder, wie Hausfrauen und Hausmänner, aktuell gar keinen Beruf ausübt.

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Das hat insbesondere auch für Selbstständige und Freiberufler Charme. Denn eine BU sieht oft vor, dass diese ihren Betrieb umorganisieren müssen, damit ihnen darin noch ein Betätigungsfeld bleibt. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, können sie Leistungen aus der Versicherung verlangen. Für den Dread-Disease-Anbieter zählt dagegen nur, dass der Kunde eine Krankheit bekommt, die im abgedeckten Katalog steht.

Je mehr Krankheiten versichert sind, desto besser

Versicherungen, die Dread-Disease-Policen hierzulande als eigenständige Versicherungen anbieten, kann man an einer Hand abzählen: Dazu gehören Canada Life, Gothaer und Zurich. Bei ihnen sind zwischen 43 und 60 Krankheiten abgesichert. Da sich die Zahlung danach richtet, ob der Versicherte eine der aufgeführten Krankheiten bekommt oder nicht, gilt: Je mehr Krankheiten abgedeckt sind, umso besser.

Wichtig ist dabei, einen Blick in die Versicherungsbedingungen zu werfen. Denn mit der Diagnose Krebs zum Beispiel gehen die Versicherer durchaus unterschiedlich um. Die Gothaer beschreibt ihn als Tumor, der durch unkontrolliertes Wachstum und Eindringen in anderes Gewebe sowie die Bildung von Metastasen gekennzeichnet ist – schließt aber keine Formen aus. Das ist bei Canada Life anders. So gehen Kunden etwa bei frühen Stadien von Gebärmutterhalskrebs oder Prostatakrebs leer aus.

Neu: Eagle-Star-Schutzbrief

Neu auf dem deutschen Markt ist das Produkt der Zurich. Sie hat mit dem Eagle-Star-Krankheits-Schutzbrief eine Versicherung nach Deutschland geholt, die es in Irland schon seit zwei Jahrzehnten gibt. „Gemeinsam mit Rückversicherern und deutschen Ärzten haben wir die Bedürfnisse der deutschen Kunden herausgearbeitet“, sagt Frank Trapp, Bereichsleiter Produktmanagement der Zurich Gruppe.

Über 60 Krankheiten sind dabei abgesichert, das ist hierzulande Rekord. Allerdings gibt es die volle Versicherungssumme nur bei 45 bestimmten Krankheiten. Bei 21 weniger ernsten Erkrankungen zahlt die Zurich maximal 15.000 Euro aus.

Die drei besten Jobs aller Zeiten

Luxusbetten-Tester: Der Betten-Hersteller Simon Horn, der die Betten für das Londoner Savoy Hotel liefert, bezahlte Bloggern für Test-Übernachtungen rund 1.100 Euro. Dafür mussten sie in ihren Blogs über ihre Erfahrungen berichten.

Weinverkoster: Menschen mit gut ausgeprägten Geschmacksknospen sind bei Anbietern teurer Weine beliebt, um zu testen, ob ein Jahrgang gelungen ist. Der Amerikaner Hardy Wallace verdiente so rund 7.500 Euro pro Monat.

Inselwärter: Sechs Monate durfte Ben Southall eine Insel im australischen Great Barrier Reef hüten – und bekam auch noch Geld dafür. Für rund 100.000 Euro musste der Brite nur seine Erlebnisse per Twitter oder Video-Blog teilen.

Teil 3 dieser Serie widmet sich den Multi-Risk-Tarifen. Hier geht's lang.

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