Jeden Zweiten hat es schon mal erwischt. Datenklau, Rufschädigung, Phishing, Cybermobbing – 51 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland sind 2015 schon mal Opfer von Cyber-Kriminalität geworden. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1.009 Internet-Nutzern. 37 Prozent berichteten dabei von einer Infektion ihres Computers mit Schadprogrammen, 16 Prozent sind beim Online-Banking oder Online-Handel betrogen worden, bei 15 Prozent haben Gangster Zugangsdaten zu sozialen Netzwerken, Online-Shops & Co. ausspioniert.



„Internet-Kriminalität ist heute so alltäglich wie Autodiebstähle oder Wohnungseinbrüche“, sagt Susanne Dehmel, Geschäftsleiterin Sicherheit und Datenschutz bei Bitkom. Das führe nicht nur zu materiellen Schäden. „Cyber-Kriminalität richtet sich auch gegen die Menschen selbst.“ So berichteten 6 Prozent der Befragten, dass sie online schon einmal verbal massiv angegriffen oder schwer beleidigt wurden. 5 Prozent sind sogar sexuell belästigt worden.

Die Schäden, die durch Übergriffe aus dem Internet entstehen, belaufen sich laut eines Reports des Bundeskriminalamts (BKA) auf fast 40 Millionen Euro pro Jahr. Wobei das BKA die Dunkelziffer eher auf 400 Millionen Euro schätzt.

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Der beste Schutz für Verbraucher ist sicherlich, beim Surfen Vorsicht walten lassen. Viele gehen zu nachlässig mit ihren Daten um. „Seit Jahren ist etwa bekannt, dass Passwörter vielzählig und vielschichtig für die einzelnen Portale vorhanden sein sollten“, sagt Christian Waldheim, Key Account Manager bei der Oberösterreichischen Versicherung. „Die Realität aber sieht anders aus. Insofern kann man schon sagen, dass die Sorglosigkeit der Privatpersonen es Hackern augenscheinlich immer noch einfach macht, Schäden zu verursachen.“ Experten empfehlen daher, viele verschiedene Passwörter zu nutzen. Und diese auch regelmäßig zu wechseln, nämlich alle sechs Monate.