Talk bei Maybrit Illner „Die gesetzliche Rente wurde bewusst kaputt gemacht, damit die Versicherungen verdienen“

Lieferten sich einen Schlagabtausch zu Riester (v.l.): Axel Kleinlein, Carsten Linnemann, Moderatorin Maybrit Illner, Sahra Wagenknecht und Michael Heise.
Lieferten sich einen Schlagabtausch zu Riester (v.l.): Axel Kleinlein, Carsten Linnemann, Moderatorin Maybrit Illner, Sahra Wagenknecht und Michael Heise. © dpa/picture alliance

Anfang der Woche bei Frank Plasbergs „Hart aber Fair“ nun bei „Maybritt Illner“. Experten talkten zum Thema: „Länger schuften, mehr vorsorgen. Und im Alter trotzdem arm?“ Es ging um die Riester-Rente und um Altersarmut. Und ging ziemlich hoch her.

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Zu Gast bei Talkshow-Moderatorin Maybrit Illner waren Reinigungskraft Petra Vogel, Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz, Sahra Wagenknecht, Partei Die Linke, Carsten Linnemann, Chef der Mittelständler in der Union, Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten und Patrick Irlsberger, Bauleiter und Vertreter der Generation Y.



Versicherungsschelte war bei der Talkrunde vor allem mal wieder angesagt. Linken-Politikerin Wagenknecht meinte etwa „Die gesetzliche Rente wurde bewusst kaputt gemacht, damit die Versicherungen verdienen.“ Auch Verbraucherschützer Axel Kleinlein stänkert, aber konkret gegen die Riester-Rente: „Wer nur Mist im Bauchladen hat, kann auch nur Mist verkaufen.“ Man müsse so alt werden wie Methusalem, nämlich 100 Jahre, damit sich Riester für einen rechne.

Petra Vogel hat ihren Riester gekündigt, erzählt sie. Er habe nur Geld gekostet, aber nichts gebracht.  „Wenn meine Freunde zum Chinesen gehen, kann ich nicht mit. Ich kann es mir nicht leisten“, sagt sie. Dem entgegen hält Allianz-Chefvolkswirt Weise: „Ohne Eigenvorsorge geht es nicht. Man muss sparen, auch wenn es in Zeiten ohne Zinsen keinen Spaß macht. Aber irgendwann werden die Zinsen vielleicht auch wieder steigen.“

Nicht überzeugt von seinem Riester-Produkt ist auch Ingenieur Patrick Irlsberger. Er lässt seinen Vertrag ruhen. Er suche jetzt etwas Neues für sein Alter. Kleinlein warnt daraufhin „Zum Schluss landen sie immer in den Fängen der Versicherungswirtschaft.“
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