System auf dem Prüfstand Bafin will mehr Beitragsstabilität in der PKV

Die Aufsichtsbehörde Bafin.
Die Aufsichtsbehörde Bafin. © Kai Hartmann

Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin will sich um das Thema Beitragsstabilität in der PKV kümmern. Dazu will sie bisherige Instrumente auf ihre Wirksamkeit untersuchen und auch neue Maßnahmen prüfen, heißt es. Hier gibt es die Details.

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Die Finanzaufsicht Bafin widmet sich dem Thema Beitragsstabilität in der privaten Krankenversicherung. Auf dem Prüfstand stünden „die Wirksamkeit der bislang existierenden Instrumente, die Möglichkeiten zu deren Weiterentwicklung sowie die Angemessenheit von bereits diskutierten und gegebenenfalls künftig zu ergreifenden Maßnahmen“, zitiert das Magazin Procontra die Behörde.

Dabei wird die Bafin auch entsprechende Vorschläge der deutschen Aktuare vornehmen. Diese hatten dafür geworben, das bisherige Beitragskalkulationssystem zu erweitern. Bislang führen laut Versicherungsaufsichtsgesetz zwei Faktoren dazu, dass die Versicherer den Beitrag überprüfen und eventuell anpassen müssen.

Zum einen ist das der Fall, wenn die erwarteten und einkalkulierten Beiträge um mehr als 10 Prozent auseinanderliegen. Zum anderen löst die Abweichung der erforderlichen von den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten um mehr als 5 Prozent eine Beitragsanpassung aus.

Die deutschen Aktuare wollen nun einen dritten Faktor ergänzen, nämlich die Berücksichtigung des Zinsniveaus. Das soll Beitragsanpassungen verstetigen, erhoffen sich die Mathematiker.
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