SWR-Beitrag zur BU „Auto häufig besser versichert als die Erwerbsfähigkeit“

Verbraucherschützerin Katrin Roller äußerte sich im SWR unter anderem zum Nutzen einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).
Verbraucherschützerin Katrin Roller äußerte sich im SWR unter anderem zum Nutzen einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). © Screenshot SWR.de

Wann sollte man sich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bemühen? Am besten ganz früh, findet Karin Roller von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. In der SWR-Verbrauchersendung „Kaffee oder Tee“ erklärt sie den Nutzen eines BU-Schutzes – und kommt dabei ganz ohne Versicherer-Bashing aus.

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„Man kann schon als Schüler, als Student oder Azubi eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen“, sagt Verbraucherschützerin Karin Roller im zehnminütigen Interview mit SWR-Moderator Martin Seidler, der am vergangenen Dienstag durch die Verbrauchersendung „Kaffee oder Tee“ führte (Video dort abrufbar). Roller war als Expertin zu dem Sendungsschwerpunkt „Welche Versicherung brauche ich?“ ins Studio geladen worden. 

Welche Vorteile denn ein früher BU-Abschluss habe, wollte Seidel wissen. „Je jünger man ist, desto gesünder ist man in der Regel und desto einfacher wird es, einen Vertrag zu bekommen“, erklärt die Verbraucherschützerin. Wer sich hingegen beispielsweise in einer laufenden Psychotherapie befinde, habe eigentlich keine Chance, einen Vertrag zu bekommen.

Wie es denn um die Qualität der Versicherungen bestellt sei, will der Moderator dann noch von der Verbraucherschützerin wissen, ob es „so etwas wie schwarze Schafe“ gebe. Dass man „vielleicht an die falsche Versicherung gerät“, führt Seidel aus, „die einem verspricht, ‚wir kümmern uns drum, mach dir keine Sorgen‘, aber im Nachhinein…“.

Lob für verbesserte Vertragsbedingungen

Doch anders als es der ein oder andere Angehörige aus der Versicherungsbranche nun vielleicht erwarten würde, unterliegt die Verbraucherschützerin nicht der Versuchung, die Versicherer als die „Schurken im Stück“ darzustellen. Theoretisch sei das vom Moderator skizzierte „Ach, die böse Assekurranz“-Szenario zwar denkbar, doch gerade in der BU hätten sich die Vertragsbedingungen in den letzten Jahren „sehr, sehr stark“ verbessert, lobt Roller.

Kritisch äußert sie sich vor allem über die deutschen Verbraucher, die in Versicherungsfragen gerne mal die falschen Prioritäten setzten. So sei das Auto häufig besser versichert als die Erwerbsfähigkeit, gibt Roller zu bedenken.

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