Studie zur Wiederanlagequote Versicherer verschenken Millionen

Kreuzfahrtschiff vor Venedig: Eine Kreuzfahrt oder Weltreise bezahlen viele Menschen aus einer abgelaufenen Lebensversicherung.
Kreuzfahrtschiff vor Venedig: Eine Kreuzfahrt oder Weltreise bezahlen viele Menschen aus einer abgelaufenen Lebensversicherung. © Getty Images

Eine aktuelle Studie hat sich die Wiederanlagequote (WAQ) von auslaufenden Lebensversicherungen angesehen und festgestellt, dass lediglich jeder siebte Kunde sein Geld aus fälligen Policen bei seinem Versicherer erneut anlegt. Den Anbietern geht dadurch eine Menge Geld durch die Lappen. Wie sie das ändern können.

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Im Schnitt zahlt die Lebensversicherungsbranche pro Tag 110 Millionen Euro aus auslaufenden Policen an ihre Kunden. Zirka 15 Prozent dieser Gelder legen Kunden erneut in Produkte ihres Versicherers an. Zwei Drittel der Versicherer finden diese Quote in Ordnung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Beratungshauses Simon-Kucher & Partners.

Die Studienautoren hingegen meinen, die Quote könnte eigentlich höher sein. Denn einige Versicherer würden schon heute über 30 Prozent ihrer Kundengelder neu investieren können.

Damit auch andere Anbieter in Sachen Wiederanlage erfolgreicher werden, sollten Versicherer sowohl bei Verkauf, Prozessen, Produkten als auch Kundenbeziehungen nacharbeiten. Der Grund: Die Produkte seien teilweise nur mittel bis schlecht und der Kontakt zum Kunden würde lediglich sporadisch gepflegt.

Wenn Versicherer jedoch ihren Vertrieb besser strukturieren und zunehmend passendere Produkte für das Thema Wiederanlage anbieten würden, dann könnten sie WAQ-Quoten von im Schnitt 25 Prozent erreichen.
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