Die Grafik zeigt die Entwicklung des Bruttorentenniveaus für verschiedene Arbeitnehmerinnen bei Rentenbeginn 2030, 2035 und 2040. © GDV
  • Von Redaktion
  • 19.10.2016 um 07:29, aktualisiert am 16.12.2016 um 05:13
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Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat vorgeschlagen, beim gesetzlichen Rentenniveau eine Haltelinie einzuführen, um die Bundesbürger vor Altersarmut zu schützen. Eine Studie zeigt jetzt, dass gerade die Geringverdiener hiervon wohl am wenigsten profitieren würden.

Die Idee einer „Haltelinien“ beim gesetzlichen Rentenniveau von SPD-Politikerin Andrea Nahles würde sich sehr unterschiedlich auf die Deutschen auswirken. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Prognos im Auftrag des Branchenverbands GDV.

„Die stärkste Rentenerhöhung käme wahrscheinlich nicht bei Geringverdienern an, sondern bei denjenigen, die während ihres Arbeitslebens besonders gut verdient haben“, sagt Peter Schwark, Mitglied der Geschäftsführung des GDV.

Höchste Rente, schlechtestes Rentenniveau

Zehn Berufe haben die Forscher von Prognos genauer untersucht und festgestellt: Der Entwicklungsingenieur hat perspektivisch das geringste „individuelle Rentenniveau“. Wenn er als 2030 in Rente geht, bekommt er nur rund ein Drittel (34,2 Prozent) des Einkommens, das er in seinen fünf letzten Arbeitsjahren bezogen hat.

Obwohl der Ingenieur relativ gesehen das geringste Rentenniveau hat, bekommt er von allen untersuchten Berufen aber die höchste Rente ausgezahlt: nämlich knapp über 2.000 Euro im Monat. Aber das ist eben nur ein Drittel des durchschnittlichen Einkommens, das in seinen letzten fünf Berufsjahren bei über 6.000 Euro im Monat lag.

Warum ist das aber so?

Der Grund für das niedrige Niveau ist die Beitragsbemessungsgrenze, heißt es in der Studie weiter. „Die Obergrenze für den Rentenbeitrag deckelt die Beiträge von Gutverdienern im Arbeitsleben und begrenzt gleichzeitig die späteren Ansprüche an das Rentensystem“, sagt Oliver Ehrentraut, Leiter volkswirtschaftliche Fragen bei Prognos.

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