Studie zur bAV Weniger Unternehmen bieten eine Betriebsrente an

Arbeiter in einer Autofarbik.
Arbeiter in einer Autofarbik. © dpa/picture alliance

Der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung (bAV) anbieten, ist rückläufig. Eine aktuelle Studie nennt die Gründe dafür und zeigt, wie das bAV-Geschäft angekurbelt werden kann.

| , aktualisiert um 18:27  Drucken
Obwohl das Interesse der Arbeitnehmer an einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) weitestgehend stabil geblieben ist, bieten aktuell nur noch 76 Prozent der deutschen Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern eine bAV an. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 82 Prozent. Das geht aus dem bAV-Report 2016 des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov hervor.



Für die Studie wurden neben mehr als 500 bAV-Entscheidern in Unternehmen auch Versicherungsmakler und Arbeitnehmer befragt. Demnach bestünde im Wegfall des Haftungsrisikos aus Unternehmenssicht der größte Hebel, um die bAV-Verbreitung zu erhöhen: Für 44 Prozent der befragten Unternehmen ist dies ein möglicher Beweggrund und damit das Hauptmotiv, künftig den Mitarbeitern verstärkt betriebliche Altersversorgung zu ermöglichen.

Um eine höhere bAV-Verbreitung in kleinen Unternehmen zu erreichen, ist dagegen die Bezuschussung von Geringverdienern das Mittel der Wahl: 46 Prozent der Befragten in Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern würden unter diesen Umständen ihren Beschäftigten vermehrt eine Betriebsrente anbieten.

Weniger Kommunikation in Sachen bAV

Bislang stellt der bAV-Report 2016 jedoch einen Rückgang der unternehmensseitigen Kommunikation mit den Mitarbeitern zum Thema bAV fest. Im Vergleich zu 2013 sei das Werben für die hauseigene Betriebsrente über alle Kommunikationskanäle hinweg zurückgegangen.

Nach wie vor ist die persönliche Ansprache mit 76 Prozent für die meisten Unternehmen, die eine Betriebsrente anbieten oder dies für die Zukunft planen, der häufigste Weg, den Mitarbeitern das bAV-Angebot des Unternehmens bekannt zu machen.

Zuschuss als mögliche Triebfeder für bAV-Abschluss

Zwar gab es hier im Vergleich zu 2013 einen Rückgang um 6 Prozentpunkte, doch andere Kommunikationswege werden noch seltener genutzt: Schriftliche Informationen haben im Vergleich zu 2013 einen ebenso deutlichen Rückgang (von 67 Prozent in 2013 auf aktuell 42 Prozent) zu verzeichnen wie Informationsveranstaltungen (von 42 Prozent auf 20 Prozent).

Yougov fragte 631 Arbeitnehmer ohne bAV-Vertrag: Welche dieser Maßnahmen könnte dazu führen, dass Sie eher eine betriebliche Altersversorgung (bAV) abschließen würden als im Moment?

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