11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Studie zu Insurtechs Versicherungsvertrieb ist Hauptangriffsziel von Insurtechs

Dietmar Kottmann ist Partner bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman.
Dietmar Kottmann ist Partner bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman. © Oliver Wyman

Dass Insurtechs für frischen Wind in der Versicherungswirtschaft sorgen, ist inzwischen bekannt. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman und der Policenhändler Policen Direkt nahmen sich nun der Frage an, ob und inwiefern die innovativen Unternehmen Traditionsarbeiter bedrohen. Das Ergebnis lesen Sie hier.

| , aktualisiert am 08.09.2016 16:12  Drucken
„Der Weckruf der Insurtechs ist unüberhörbar“, sagt Nikolai Dördrechter, Geschäftsführer von Policen Direkt. „Die digital agierenden Insurtechs, befeuert von kühnen Wachstumsphantasien, frischem Wagniskapital und einer Menge Gründergeist, haben einen längst überfälligen Strukturwandel in der Versicherungswirtschaft ausgelöst.“ Dieses Fazit zieht Dördrechter aus einer Untersuchung, die der Policenhändler Policen Direkt zusammen mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman durchgeführt hat.



2015 wurden weltweit 2,7 Milliarden US-Dollar Risikokapital in die Start-ups investiert. Nun bringen sie selbst Versicherungsriesen gewaltig ins Schwitzen und sorgen für Verunsicherung. Die Ergebnisse des „Insurtech-Radars“ zeigen unter anderem, dass eine Verdrängungsgefahr am Markt durch Insurtechs vor allem im Versicherungsvertrieb besteht.

Kollision von Alt und Neu

„Hier ist ein harter Wettbewerb zwischen Alt und Neu entbrannt“, so Dördrechter. „Auch wenn die Insurtechs den Etablierten erst einen relativ kleinen Teil der Kunden abspenstig machen konnten, ist es den Start-ups dennoch gelungen, enormen Druck auf die gewachsenen Vertriebsstrukturen auszuüben.“

Werbung


Versicherer seien besorgt, dass im Vertrieb Oligopole von Online-Maklern entstehen könnten – ähnlich wie es bei Vergleichsportalen wie Check24 der Fall ist. Bislang machten die Kundenbedürfnisse und das mangelnde Interesse an Versicherungen den Insurtechs noch einen Strich durch die Rechnung. So hätten auch traditionelle Vertriebe eine Chance zu bestehen, „wenn sie sich über hochwertige Kundenberatung und digitale Omnikanal-Modelle positionieren“, heißt es weiter.

Viel Wind um nichts?

Zu den innovativen Konzepten der Insurtechs gehört zum Beispiel die Möglichkeit, per Fingerdruck auf dem Smartphone in Sekundenschnelle einen neuen Vertrag abzuschließen. Allerdings sehen die Autoren der Analyse hier wenig finanzielles Potenzial. Nur weil Peer-to-Peer draufsteht, müsse es sich noch lange nicht um ein überlegenes Geschäftsmodell handeln, sagt Dietmar Kottmann, Partner bei Oliver Wyman.

Insgesamt gäbe es, so Kottmann, viel Aktivität auf Seiten der Insurtechs, aber wenig echte Disruption. „Nicht hinter jeder hippen Webseite steckt ein gutes Geschäftsmodell. Längst nicht alle Insurtechs werden überleben.“ Es bestehe aber viel Potenzial zur Partnerschaft zwischen Alt und Neu.

Die vollständige Studie von Oliver Wyman finden Sie hier zum Nachlesen.
Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 15 Uhr

Jetzt anmelden!

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.