Studie zu Direktversicherern Makler verlieren an Boden

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Das werden Makler nicht gerne hören. Immer mehr potenzielle Kunden gehen für die Suche nach einer passenden Police ins Internet. Und schließen dort auch immer häufiger ab, allerdings eher auf den Webseiten der Versicherer als in Vergleichsportalen.

Gleichzeitig nimmt der persönliche Kontakt zu Vertretern (minus 12,9 Prozent) und zu Maklern (minus 10,8 Prozent) deutlich ab. Dies sind einige wesentliche Ergebnisse der Studie „Direct Insurance“ des Instututs für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen. Untersucht wurden – weltweit – die Jahre 2010 bis 2012.

Über alle Länder hinweg profitieren Direktversicherer von dieser Entwicklung. Haben sie sich im Netz doch einen Vorsprung erarbeitet. So erklärt Studienleiter Peter Maas: „Bezüglich zahlreicher Kriterien wie Convenience, Nutzerfreundlichkeit und Schnelligkeit sind sie die klaren Vorreiter in der Branche.“ Das kommt in erster Linie dem Umsatz mit Kfz-Policen zugute. Im Geschäft mit Lebensversicherungen tut sich längst nicht so viel. Gäbe es da nicht eine Ausnahme.

Vier deutsche Unternehmen haben es in die Top-Five der größten Leben-Direktversicherer weltweit geschafft. Relativ einsam an der Spitze Cosmos-Direkt vor Ergo Direkt, der Hannoverschen und Europa. Auf den Plätzen sieben und neun im internationalen Ranking liegen Asstel und die Direkte Leben.

22 Prozent der Bundesbürger sind bereits auf die eine oder andere Weise Kunden von Direktversicherern. Wobei Kfz mit 64,3 Prozent den höchsten Anteil hat. Komplexe Produkte werden laut Studie weiter eher offline gekauft. Keine Überraschung also, dass mit 4,8 Prozent nicht mal jede 20. PKV-Police übers Internet abgeschlossen wird.

Eine klare Aussage zum Marktanteil der Direktversicherer in Deutschland macht die Studie nicht. Die Kosten der Studie wurden übrigens von CosmosDirekt getragen.

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