Ein Mann mit Tablet: Laut Studie ist ein wichtiger Faktor in Zukunft die Digitalisierung. © Pixabay
  • Von Juliana Demski
  • 10.01.2018 um 12:10
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Um welche Faktoren sollten sich Kompositversicherer in Zukunft besonders kümmern? Genau das hat der IT-Dienstleister Adesso gemeinsam mit den Versicherungsforen Leipzig im Rahmen einer Studie untersucht. Die Ergebnisse gibt’s hier.

In Zukunft wird sich in der Versicherungsbranche einiges ändern. Daran sollten sich sowohl Kunden als auch die Anbieter selbst anpassen. Der IT-Dienstleister Adesso hat gemeinsam mit den Versicherungsforen Leipzig in einer Studie speziell die Zukunftsanforderungen an die Kompositversicherer untersucht.

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Dafür haben die Autoren zunächst große Trends wie künstliche Intelligenz, Big Data oder Cybercrime ausgemacht. Auf der Basis einer Online-Befragung von 128 Branchenvertretern haben die Autoren anschließend den Status quo der Branche ermittelt. Auf Basis dieser Daten sagten sie dann zukünftige Anforderungen auf verschiedenen Ebenen voraus:

Im Produktmanagement glauben die Studienautoren, dass die Angebote vor allem einfacher werden müssen. Künstliche Intelligenz könne helfen, „Angebote zugunsten der individuellen Austarifierung“ zu entwickeln. Auch eine „Anbindung von IT-Schnittstellen zum Datenerhalt und zur Datenanalyse“ sei dabei wichtig.

Im Underwriting sollte, so die Experten, kundenorientiertes und bereichsübergreifendes Denken mehr in den Vordergrund rücken. Das könne auch dem Vertrieb zugutekommen. Allgemein gebe es viel Potenzial in automatisierten Risikoprüfungs-Prozessen.

Im Bestandsmanagement wird es laut Studie vor allem wichtig sein, Kundendaten laufend zu aktualisieren, zu analysieren und zu erweitern.

In Sachen Schadenmanagement rechnen die Experten vor allem auf der Technikebene mit viel Neuem: „Innerhalb des Schadenprozesses erfolgen Schadenbearbeitung und Betrugserkennung immer stärker automatisiert.“

Beim Thema IT sollten die Unternehmen Projektteams gründen, so die Studie. Denn so könnten diese auch andere Bereiche des Versicherers unterstützen. Das ziehe einen Wandel der Unternehmenskultur sowie des Managements nach sich.

Und auch im Vertrieb und im Marketing sehen die Studienautoren Veränderung: „Die Rolle des Vertriebspartners definiert sich durch die steigende Technologisierung und die Verbreitung persönlicher digitaler Assistenten neu“, sagen sie voraus. Hier gehe es um die kundennahe, verständnisvolle Beratung im Schadenfall sowie um die digital unterstützte Beratung in komplexen Versicherungsfragen.

„Die Studie zeigt, dass es zahlreiche Handlungsfelder gibt, an denen man ansetzen kann und muss, um in der neuen Markttektonik zu überleben“, fasst Justus Lücke, Geschäftsführer der Versicherungsforen Leipzig, zusammen.

Und weiter:

„Besonders wichtig scheinen dabei die Beherrschung der steigenden Datenmengen und Methoden zu deren Analyse zu werden. Ein weiterer Schlüssel für den Erfolg liegt in der Kooperation mit anderen Unternehmen, da Know-how aus Kosten- und Geschwindigkeitsgründen nicht in allen Bereichen aufgebaut und vorgehalten werden kann“, so Lücke.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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