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Studie Altenpfleger deutlich geringer bezahlt als Patienten-Pfleger

In den Krankenhäusern liegt das Gehalt in der Gesundheitspflege im mittleren Lohn aller Berufsgruppe in Deutschland, doch in der ambulanten Pflege ist das anders.
In den Krankenhäusern liegt das Gehalt in der Gesundheitspflege im mittleren Lohn aller Berufsgruppe in Deutschland, doch in der ambulanten Pflege ist das anders. © dpa/picture alliance

Pflegekraft ist nicht gleich Pflegekraft – zumindest nicht, was die Honorierung der Arbeitsleistung anbelangt: Während die Gehälter in der Gesundheitspflege in den Krankenhäusern im mittleren Lohnbereich liegen, sieht es in der Altenpflege deutlich schlechter aus. Das Problem: Kommt es hier zu Lohnzuwächsen für das Personal, schlägt sich dies auch in höheren Eigenanteilen für die Pflegebedürftigen nieder.

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Angesichts des bereits bestehenden Fachkräftemangels und des gleichzeitig steigenden Bedarfs soll der Pflege-Beruf attraktiver werden, so das Ziel von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dazu gehört auch eine bessere Bezahlung. Doch dieses Ziel liegt insbesondere in der ambulanten Altenpflege noch in weiter Ferne, so das Fazit einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT) an der Hochschule Gelsenkirchen.

Während der Verdienst von Fachkräften der Gesundheitspflege in Krankenhäusern hierzulande im Bereich des mittleren Lohns aller Berufsgruppen liege (rund 3.200 Euro brutto im Monat für eine Vollzeitstelle), kämen Fachkräfte in der Altenpflege im Jahr 2017 im Mittel (Median) auf lediglich rund 2.740 Euro brutto für eine Vollzeitstelle. Das entspricht laut der Studie etwa 85 Prozent des mittleren Verdienstes für alle Berufe.

Hilfskräfte in der Altenpflege verdienten in Vollzeit im Mittel sogar nur rund 1.940 Euro pro Monat – knapp 61 Prozent des Medianverdiensts aller Vollzeitbeschäftigten.

Löhne in der Altenpflege „faktisch auf relativ niedrigem Niveau ausgebremst“

Das Problem: Die Eigenbeiträge für die Pflegebedürftigen steigen, wenn die Verdienste der Pflegekräfte erhöht werden. Denn diese Mehrkosten übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung bislang nicht. Durch diesen gesetzlichen Mechanismus zur Refinanzierung von Lohnerhöhungen in der Branche würden die Löhne in der Altenpflege „faktisch auf relativ niedrigem Niveau ausgebremst“, werden die Studienautorinnen Michaela Evans und Christine Ludwig in der Rheinischen Post zitiert.

Pfefferminzia-Zukunftstag 2019

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