50.000 Arbeitsstellen laut Studie in Gefahr SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sieht in Bürgerversicherung keinen Job-Killer

SPD-Politiker Karl Lauterbach
SPD-Politiker Karl Lauterbach © dpa/picture alliance

SPD-Politiker Karl Lauterbach widerspricht der These, wonach die Einführung einer Bürgerversicherung zu einem massiven Arbeitsplatzverlust führen würde. Im Gegenteil: Der Gesundheitsexperte erwartet durch eine umfassende Reform des Krankenversicherungssystems mehr Jobs.

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Laut einer aktuellen Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung könnte die Einführung einer Bürgerversicherung bis zu 51.000 Stellen bedrohen (wir berichteten). SPD-Politiker Karl Lauterbach, ein starker Verfechter der Einheitsversicherung, hält nun dagegen: So würden vielmehr bis zu 20.000 Arbeitsplätze dazukommen, meint der Gesundheitsexperte.



"Auch die privaten Krankenkassen könnten in unserem Modell die Bürgerversicherung anbieten. Da gingen überhaupt keine Jobs verloren", begründet er am Freitag seine Meinung gegenüber der "Passauer Neuen Presse".

"Wenn es gelingen würde, in der Verwaltung ein paar tausend Stellen abzubauen, könnten 10.000 bis 20.000 Pflegerinnen und Pfleger zusätzlich eingestellt werden", so Lauterbach weiter.

Das Modell einer Bürgerversicherung wird von SPD, Grünen und Linken unterstützt.



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