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Studie Mehrzahl der Versicherer investieren nicht in Datenqualität

Junge Menschen am Computer: Heutzutage wird es auch für Versicherer immer wichtiger, auf Daten zu achten und die nötige Qualität sicherzustellen.
Junge Menschen am Computer: Heutzutage wird es auch für Versicherer immer wichtiger, auf Daten zu achten und die nötige Qualität sicherzustellen. © dpa/picture alliance

In der heutigen Zeit ist es immer wichtiger, Daten sorgfältig auszuwählen und zu filtern. Wie eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Accenture zeigt, sind diese Maßnahmen für viele Versicherer aber noch Zukunftsmusik.

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Aufgrund der Digitalisierung werden in der Versicherungswirtschaft immer mehr strategische Entscheidungen datenbasiert getroffen. So gab laut der Accenture-Studie die Mehrheit (80 Prozent) der 623 weltweit befragten Versicherungsmanager an, Daten als Grundlage für zentrale Entscheidungen zu nutzen. Trotzdem validieren bisher lediglich 26 Prozent von ihnen ihre Daten. Weitere 19 Prozent versuchen zwar, die Daten zu überprüfen, sind allerdings nicht von deren Qualität überzeugt. 

In der Versicherungsbranche haben verschiedenste Daten schon immer eine wichtige Rolle bei Entscheidungen im Vertrieb oder in anderen Bereichen gespielt. Die Digitalisierung setzt die Versicherer nun mehr und mehr unter Druck. „Der Einsatz neuer Technologien und die Nutzung von Kundendaten bergen dabei großes Potenzial“, sagt Claus Jeschek, Technologie-Experte im Bereich Versicherungen bei Accenture. „Allerdings müssen sich Versicherer gut überlegen, wie sie die Daten überprüfen, schützen und einsetzen. Um sie als Entscheidungsgrundlage zu nutzen, ist eine effektive Überprüfung der Daten wichtig.“

Auch Kundendaten spielen eine zentrale Rolle. Hier sollten die Anbieter öffentlich und transparent zeigen, dass sie gut mit ihnen umzugehen wüssten. „Nur, wer vertraut, gibt seine Daten weiter“, so Jeschek. 

Auch ein besserer Schutz der Daten sollte vermehrt auf den To-Do-Listen der Versicherer stehen, wie die Studie zeigt. Denn: Jeder dritte Befragte war schon einmal Ziel von Bot-Betrug, Sensordaten- und Standortdatenfälschungen. Ein weiteres Drittel der Befragten glaubt, mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal ein Angriffsziel gewesen zu sein, konnte dies aber nicht nachweisen.  

„Wenn manipulierte oder fehlerhafte Daten als Entscheidungsgrundlage genutzt werden, steigt das Risiko weitreichender Fehlentscheidungen“, warnt Jeschek und rät: „Als Grundstein sollten Versicherer ‚Data-Intelligence‘-Bereiche aufbauen und dort gezielt Expertise aus den Feldern Data Science und Cybersicherheit bündeln. Nur so könne das Risiko unsauberer Daten minimiert werden. 

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