Studie Jede dritte Versicherungs-IT ist nicht wettbewerbsfähig

Zukunftstüchtiger Roboter: Fast ein Drittel der Versicherer räumt ein, dass es bei der IT- und Applikationsentwicklung hapert.
Zukunftstüchtiger Roboter: Fast ein Drittel der Versicherer räumt ein, dass es bei der IT- und Applikationsentwicklung hapert. © Getty Images

Im Großen und Ganzen sind die Versicherer selbstbewusst – Schwächen sehen sie aber bei der Informationstechnologie (IT). Fast jedes dritte Versicherungsunternehmen (31 Prozent) findet, dass die eigene IT-Infrastruktur und -entwicklung nicht wettbewerbsfähig ist.

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Auch bei der App-Entwicklung geben sich die Unternehmen selbstkritisch. 28 Prozent der Befragten halten ihre Arbeit hier für schlechter als die der Wettbewerber. Das geht aus der Studie „Industrialisierung der Assekuranz in einer digitalen Welt“ hervor, die der Softwarehersteller Adcubum  und das Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen durchgeführt haben. Im Rahmen der Studie befragten sie mehr als 100 Versicherungsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mögliche Gründe für dieses Phänomen sind das schnelle Entwicklungstempo der IT-Branche und die veränderten Bedürfnisse der Kunden, so Michael Süß, Geschäftsführer der Adcubum Deutschland. Zum einen seien die Kunden heutzutage meistens internetaffiner als ihre Versicherer, was den branchenfremden Konkurrenten eine Tür öffnet. Zum anderen hingen viele IT-Prozesse von externen Dienstleistern ab. Dieser gefühlte Kontrollverlust verunsichere die Versicherer zusätzlich.

Punkte im Kundenservice und Management

Im Gegensatz zum IT-Segment sind die Versicherer selbstbewusster, wenn es um Organisation und Abläufe geht. Zwei von drei Versicherern halten sich hier für mindestens so gut wie den Markt. In Sachen Kundenservice, Asset- und Schadenmanagement ist die Assekuranz noch selbstbewusster. 60 Prozent der Befragten sehen sich hier besser als der Wettbewerb.
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