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Studie Frauen bekommen nur halb so viel Rente wie Männer

Ein Rentnerpaar: Männer ziehen bei der Rente meist noch die bessere Karte.
Ein Rentnerpaar: Männer ziehen bei der Rente meist noch die bessere Karte. © dpa/picture alliance

Frauen in Deutschland sind deutlich schlechter abgesichert als Männer – im Schnitt fallen ihre Alterseinkünfte um 53 Prozent geringer aus, wie eine aktuelle Studie zeigt. In Ostdeutschland sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern geringer als im Bundesschnitt.

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Meist sind es noch immer Frauen, die sich um die Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen kümmern – entsprechend häufig arbeiten Frauen nur in Teilzeit. Und das kommt ihnen im Alter teuer zu stehen: Durchschnittlich erhalten sie rund 53 Prozent weniger Einkünfte aus gesetzlicher Rente sowie aus betrieblicher und privater Vorsorge als Männer, wie eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zeigt.

Im Osten Deutschlands fällt der Abstand mit 28 Prozent hingegen nur etwa halb so breit aus wie im Westen (53 Prozent). Der Grund: Frauen sammeln dort im Schnitt mehr Berufsjahre als im Westen. Laut Studie gleichen sich die Einkommensverhältnisse im Alter zwischen Mann und Frau zunehmend an: 1995 lagen die Geschlechter-Unterschiede im Osten noch bei 45 Prozent, im Westen bei 72 Prozent.

Schaut man sich nur die gesetzliche Rente an, fällt die Lücke bundesweit etwas geringer aus. Denn hier werden Phasen der Kindererziehung anerkannt. Im Schnitt erreicht die Rente bei Männern 1.154 Euro im Monat, bei Frauen 634 Euro – das sind 45 Prozent weniger.

Bei der betrieblichen Altersversorgung sieht es anders aus: So haben nur 7 Prozent der Frauen einen Anspruch auf eine Betriebsrente erworben, bei Männern ist das viermal häufiger der Fall. Diese erhalten im Schnitt 593 Euro, Frauen nur 240 Euro.

Weiter zeigt sich, dass im öffentlichen Dienst die geringsten Unterschiede auftreten. Laut WSI bekommen Beamte durchschnittlich eine Pension von 2.388 Euro, Beamtinnen 1.967. Das macht 18 Prozent weniger.

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