Eine Seniorin sitzt mit einer Frau auf einer Bank: Das weibliche Geschlecht bekommt nach wie vor weniger Rente als das männliche. © Pixabay
  • Von Juliana Demski
  • 17.09.2019 um 11:32
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Das weibliche Geschlecht muss nach wie vor mit finanziellen Nachteilen kämpfen – vor allem bei der Rente. Wie eine Studie zeigt, bekommen Frauen im Schnitt rund 26 Prozent weniger Alterssicherung vom Staat als Männer. Hier kommen die Details.

Noch immer werden Frauen im Schnitt nicht nur schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Sie erhalten auch deutlich weniger Rente (26 Prozent). Das deckte nun eine bislang unveröffentlichte Studie der Universität Mannheim auf, die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt.

„Im Schnitt hätte eine Frau, die mit 67 in den Ruhestand geht, nach heutiger Berechnung im Monat 140 Euro weniger gesetzliche Rente als ein Mann“, sagt Alexandra Niessen-Ruenzi, Professorin an der Universität Mannheim. Bekäme besagte Frau 15 Jahre lang Rente, fehlten ihr also rund 25.000 Euro, erklärt die Expertin. 

Laut Studie hat aber auch das Alter Einfluss auf die Rentenlücke. Denn: Bei 26- bis 35-Jährigen existiere praktisch noch keine Rentenlücke. Die Schere öffne sich erst danach. In der Altersgruppe der 36- bis 45-Jährigen liege die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern bei 15 Prozent, bei den 46- bis 55-Jährigen steige sie auf 27 Prozent, so der Bericht weiter. 

Niessen-Ruenzi begründet das damit, „dass viele Paare in den Dreißigern eine Familie gründen“. Und nach wie vor seien Frauen stärker in die Kinderbetreuung und -erziehung eingebunden. Das Problem: Durch reduzierte Arbeitszeiten bauen sich auch weniger Rentenansprüche auf – eine Entwicklung mit „drastischen Folgen für die Finanzen von Frauen und ihre spätere Rente“, so die Expertin. Ihr Appell an alle Frauen: „Sie sollten frühzeitig anfangen, selbst vorzusorgen.“

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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