Studie Fälle von Cyberkriminalität in der Versicherungsbranche nehmen zu

Die Bedrohung der Internetkriminalität für Versicherungsunternehmen wächst.
Die Bedrohung der Internetkriminalität für Versicherungsunternehmen wächst. © dpa/picture alliance

In den vergangenen zwei Jahren war mehr als jeder zweite Versicherer (53 Prozent) bereits Opfer von Cyberkriminalität. Das sind 19 Prozent mehr als 2016 und höher als der Durchschnittswert anderer Branchen, der bei 46 Prozent liegt. Das hat eine Sonderauswertung der Wirtschaftkriminalitätsstudie von Pricewaterhouse Coopers (PwC) ergeben.

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Insbesondere der Computerbetrug habe zugenommen. Bei 25 Prozent der Befragten treffe das zu. 13 Prozent melden ein Ausspähen und Abfangen von Daten. 8 Prozent sind demnach von Verletzungen der Patent- und Markenrechte betroffen. Darüber hinaus würden erhebliche Risiken bei 10 Prozent der Versicherer durch manipulierte Konto- und Finanzdaten sowie durch das Fälschen und den Diebstahl von Daten bestehen.

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Sonderauswertung der Studie „Wirtschaftskriminalität 2018“ der  Beratungsgesellschaft PwC in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Aber auch die „CEO-Fraud“ oder „Fake-President-Masche“, also eine Betrugsmasche, bei der Mitarbeitern eine Anweisung vom einem vermeintlichen Geschäftsführer oder Vorstand vorgegaukelt wird, woraufhin meist hohe Geldbeträge überwiesen werden, seien bei 38 Prozent der Befragten vorgekommen.  

Ein weiteres Problem sei das Thema Geldwäsche. Bei 34 Prozent der Versicherer kam hier der Verdacht auf, während es über alle Branchen betrachtet nur 12 Prozent sind. Bei 10 Prozent der Versicherer sei ein tatsächlicher Fall aufgedeckt worden.

In diesem Bereich haben die Unternehmen laut der PwC-Studie noch Nachholbedarf. Rund zwei Drittel haben eine Geldwäscheprävention bei sich integriert. Auch ein System zur Abwehr von Kriminalität aus dem Netz sei nur bei 69 Prozent etabliert.

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