Studie des Statistischen Bundesamts Ein Viertel der Rentner kann ohne Einkommen des Partners nicht leben

Ein alter Mann bekommt eine Suppe von der Münchener Tafel: Um das Einkommen vieler künftiger Rentner ist es nicht gut bestellt.
Ein alter Mann bekommt eine Suppe von der Münchener Tafel: Um das Einkommen vieler künftiger Rentner ist es nicht gut bestellt. © Getty Images

Das Statistische Bundesamt hat in seiner Auswertung der Daten zur Generation 65plus erstmals das Lebensmodell der heutigen Rentner zusammengefasst. Die fehlende Initiative zur Altersvorsorge lässt ein trübes Licht auf die Zukunft neuer Rentner fallen.

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Ein Viertel der heutigen Rentner kann ohne die Einkünfte des Partners nicht leben. 16 Prozent dieser Personen gelten als armutsgefährdet und verfügen über weniger als 979 Euro je Monat als Einkommen. Bedenklich sind diese Zahlen umso mehr, da 45 Prozent nicht mehr in einer Beziehung leben. Künftig scheinen also zunehmend Frauen der Altersarmut entgegen zu streben. Damit bestätigen die Zahlen des Statistischen Bundesamts auch die Erkenntnisse anderer Studien.

So beispielsweise diejenige der Axa, die feststellte, dass mehr als 50 Prozent der Deutschen kein Vertrauen in Altersvorsorgeprodukte besitzt. Gleichzeitig geben mehr als 40 Prozent der Befragten an, sich zu stark auf die gesetzliche Rente verlassen zu haben. Weiterhin bestätigt es auch die Erhebung von You Gov und dem GDV, die ermittelte, dass ein Viertel der Frauen in Deutschland keine eigene Altersvorsorge besitzt.

Damit ist das Dilemma der deutschen Sparer schnell beschrieben: Die Bereitschaft etwas zu tun wird von den Umständen ausgebremst. Dazu zählt beispielsweise das fehlende Vertrauen in die angebotenen Produkte. Dies bestätigt auch das Investmentbarometer 2015. So investieren Sparer lieber in Immobilien oder legen ihr Geld aufs Sparbuch als aktiv in Altersvorsorgeprodukte wie Geldanlagen oder Versicherung zu investieren.
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