11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Studie Deutschland Schlusslicht im Direktvertrieb

Der Direktvertrieb (Direct writing) in Deutschland findet nur unter ferner liefen statt.
Der Direktvertrieb (Direct writing) in Deutschland findet nur unter ferner liefen statt. © Insurance Europe

Vermittlerland Deutschland: Der hiesige Lebensversicherungsmarkt ist von den Vertriebswegen Ausschließlichkeit und Makler geprägt, während in vielen anderen europäischen Ländern der Bankvertrieb den Ton angibt. Der Direktvertrieb spielt hierzulande hingegen kaum eine Rolle. Das zeigt eine Untersuchung durch den europäischen Versicherungsverband Insurance Europe.

|  Drucken
Während der Lebensversicherungsmarkt in Italien (97 Prozent) und Frankreich (64 Prozent) fest in den Händen des Bankvertriebs (Bancassurance, siehe Grafik) liegt, werden die meisten Leben-Produkte in Großbritannien (83 Prozent) und Deutschland (73 Prozent) entweder über Ausschließlichkeitsvertreter (Agents) oder Makler (Broker) vermittelt. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung des europäischen Versicherungsverbands Insurance Europe auf Basis von Marktdaten aus dem Jahr 2014.



Weitere europäische Länder, in denen der Bankvertrieb im Leben-Bereich dominiert sind demnach Malta (82 Prozent), Portugal (80 Prozent), Türkei (79 Prozent) und Spanien (63 Prozent).

Zu den kleineren Märkten, wo ähnlich wie in Deutschland, der Vertrieb über den Außendienst oder Makler stark ausgeprägt ist, zählt Bulgarien (85 Prozent), in Slowenien und Slowakei bestimmen die Vertreter frei von Maklerkonkurrenz den Markt (82 beziehungsweise 63 Prozent).

Deutsche werden mit Online-Abschluss nicht recht warm

Weiter zeigt der europäische Vergleich, dass der Direktvertrieb (Direct writing) im deutschen Leben-Geschäft nur unter ferner liefen stattfindet und zusammen mit Malta und Portugal das Schlusslicht im 16-Länder-Vergleich bilden. Vorreiter im Direktgeschäft mit einem Marktanteil von mehr als 40 Prozent ist Kroatien – auch in den Niederlanden und der Slowakei ist der Direktvertrieb mit deutlich über 30 Prozent stark ausgeprägt.

„Versicherer setzen die Weiterentwicklung ihrer Multi-Kanal-Strategie fort und investieren in neue Technologien“, resümieren die Experten von Insurance Europe. Es gehe den Unternehmen darum, „innovative Wege zu finden, um Produkte zu vertreiben, die das Kundenerlebnis verbessern und die ihren Erwartungen entsprechen“.

Auf regulatorischer Ebene dürften jüngste EU-Initiativen wie IDD und Priips sehr wahrscheinlich einen Einfluss auf die bestehenden Vertriebskanäle in den EU-Mitgliedstaaten haben, folgert Insurance Europe.

Hier geht es zur Studie sowie zur Vertriebskanal-Übersicht im Nicht-Leben-Geschäft.




Die Vertriebswege in der Lebensversicherung, wie sie sich in 16 europäischen Ländern darstellen (gemessen an Bruttoprämien im Jahr 2014 (gross written premiums, GWR)).

Malta (MT), Portugal (PT), Italien (IT), Turkei (TR), Frankreich (FR), Spanien (ES), Belgien (BE), Griechenland (GR), Kroatien (HR), Deutschland (DE), Schweden (SE), Slowenien (SI), Bulgarien (BG), Niederlande (NL), Slowakei (SK), Großbritannien (UK)



Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Montag, 25. Februar, um 14 Uhr.

Jetzt anmelden!

Video-Talk zu Brexit-Maßnahmen britischer Versicherer
Werbung

Mit dem bevorstehenden Brexit hat die Standard Life sich entschieden das gesamte Versicherungsgeschäft in Irland anzusiedeln. Eine starke Wirtschaftslage und etablierter Versicherungsmarkt sprechen für den Standort. Zudem können Vermittler ihr Neugeschäft unverändert fortsetzen und alle Kunden weiter auf den gewohnten Service zurückgreifen.

Im Interview spricht Journalist Dr. Marc Surminski mit Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung bei Assekurata, und Christian Nuschele, Head of Sales & Marketing bei Standard Life, über die konkreten Schritte.

Das ausführliche Gespräch können Sie unter diesem Link verfolgen.

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.