Streit um Index-Select-Rente geht weiter Verbraucherzentrale Hamburg verklagt Allianz

Die Allianz sieht sich wegen ihres Index-Produkts mit einer Verbraucherschutz-Klage konfrontiert.
Die Allianz sieht sich wegen ihres Index-Produkts mit einer Verbraucherschutz-Klage konfrontiert. © Allianz

Die Frist ist verstrichen, nun folgt die Klage: Nachdem die Allianz der Unterlassungserklärung der Verbraucherzentrale Hamburg zur Fondspolice Index Select nicht zugestimmt hat, werden sich die Parteien wohl bald vor Gericht wiedersehen. Die Art und Weise, wie die Allianz das Produkt bewerbe, sei „irreführend und unlauter“, finden die Verbraucherschützer. Die Allianz weist die Vorwürfe entschieden zurück.

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Der Streit zwischen der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) und der Allianz über deren Vorsorgekonzept Index Select dauert bereits seit dem vergangenen Jahr an. Kern des Streits stellt die Funktionsweise des Produkts sowie deren öffentliche Darstellung beim Kunden dar.

Im Vergleich zu einer herkömmlichen Rentenversicherung werden die Sparbeiträge der Index-Select-Kunden nicht fest verzinst angelegt, sondern orientieren sich an der Wertentwicklung des Aktienindex EuroStoxx 50. Verbraucherschützerin Becker-Eiselen ist allerdings der Meinung, dass der Versicherer seine Kunden im Unklaren darüber lasse, in welcher Höhe und in welcher Form der Anleger tatsächlich am Index partizipiere.

So sei die Rendite der Indexpolice nicht primär von der tatsächlichen Wertentwicklung des Aktienindex abhängig, sondern vielmehr von den Überschusserträgen des Lebensversicherers, berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg. Die Allianz stellt diesen Zusammenhang aus Sicht der Verbraucherschützer aber für ihre Kunden nicht erkennbar heraus. „Da die Überschüsse in der aktuellen Niedrigzinsphase zunehmend niedriger ausfallen, ist dies eine wesentliche Information, die die Allianz in ihrer Werbung verschweigt“, sagt Becker-Eiselen.

Allianz hält dagegen

Die Allianz wies die Vorwürfe der VZHH bereits vor der Klageerhebung entschieden zurück und ließ die am 10. Juni endende Frist für eine Unterlassungserklärung verstreichen. Der Versicherer beharrt offenbar auf seinem Standpunkt, dass die Darstellung des Produkts im Internet die wesentlichen Produktmerkmale enthalte und die Angaben keineswegs irreführend seien. Zudem werde das Produkt nicht ohne umfassende Beratung verkauft, erklärte die Allianz in einer Stellungnahme.

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