Ein Friedhof mit Grabsteinen: Einige Menschen in Deutschland haben nicht genug Geld für die Beisetzung ihrer Angehörigen. © Pixabay
  • Von Juliana Demski
  • 10.01.2018 um 15:13
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Wenn man einen geliebten Menschen verliert, dann ist Geld eigentlich nebensächlich. Aber: Rund 21.500 Menschen fehlten im vergangenen Jahr die finanziellen Mittel zur Beisetzung von Angehörigen. In den Kommunen entstanden für die sogenannten Sozialbestattungen Kosten von 60 Millionen Euro.

Die deutschen Kommunen haben 2017 rund 60 Millionen Euro für Sozialbestattungen ausgegeben. Der Grund: 21.500 Menschen konnten sich die Beerdigung von geliebten Angehörigen nicht ohne Unterstützung leisten. Das geht aus neuen Angaben des Statistischen Bundesamtes hervor, über die die „Passauer Neue Presse“ (Mittwochsausgabe) berichtet.

Die meisten Personen ohne finanzielle Mittel lebten in Nordrhein-Westfalen (3.757), gefolgt von Baden-Württemberg (2.311) und Bayern (2.207). In Niedersachsen erhielten 2.160 Menschen Unterstützung von den Sozialämtern. Wie viel Geld die Betroffenen bekommen, regelt jede Kommune selbst.

Bevor sie aber Leistungen beziehen können, überprüfen die Ämter Einkommen und Vermögen der Hinterbliebenen. Erstattet werden laut Sozialgesetzbuch Ausgaben für „ortsübliche und einfache, der Würde des Verstorbenen entsprechende Bestattungen“.

Da aber immer mehr Menschen von Altersarmut betroffen sind, sei für die Zukunft ein Anstieg von Sozialbestattungen zu erwarten, erklärt die stellvertretende Bundestags-Fraktionsvorsitzende der Linken, Sabine Zimmermann, der Zeitung.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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