Blick auf die Eingangstür der Gemeinschaftsbüros „Coworking Spaces“ in Nürnberg: Freiberufler und Selbstständige mieten sich immer häufiger in solche Gemeinschaftsbüros ein. © dpa/picture alliance
  • Von Lorenz Klein
  • 26.03.2018 um 09:47
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Start-­ups strotzen vor Tatendrang. Doch ohne geeigneten Versicherungsschutz kann auch die schönste Gründergeschichte ein jähes Ende nehmen. Genau daran hapert es. Wie dem Problem beizukommen ist.

Schutz vor den finanziellen Folgen einer Fehlentscheidung

Zum Portfolio von Startsure gehört auch die D&O-Versicherung, die Manager und Führungskräfte vor den finanziellen Folgen einer Fehlentscheidung schützt. Denn sollte durch eine falsche Entscheidung des Geschäftsführers oder anderer leitender Angestellter ein finanzieller Schaden für das Unternehmen oder einen Dritten entstehen, können Schadenersatzansprüche gegen den Entscheidungsträger entstehen. Überraschend sei, heißt es bei Clark, dass die meisten Gründer sowohl die Betriebshaftpflicht als auch die D&O-Police als wichtig einstufen, „obwohl sie in den seltensten Fällen selber eine abgeschlossen haben“.

Vielleicht vermag ja die Ansprache zu helfen, um diesen Widerspruch aufzulösen? Auf der Startsure-Website klingt das dann so: „Versicherungschinesisch ist langweilig und unverständlich. Wir wollen dir kurz in verständlichen Worten einen Überblick über diese trockene Materie verschaffen.“ Auch bei Mitbewerber Clark ist man sich der Befindlichkeiten der Klientel bewusst: „Die richtige Versicherung für sich oder das eigene Unternehmen zu finden ist kompliziert und langwierig. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Start-up-Gründer sich lieber um das Kundenwachstum und die nächste Finanzierungsrunde kümmern als um das Thema Versicherungen“, teilt Clark mit – und gleichzeitig gegen die vermeintlich bräsige Branche aus: So seien „die wenigsten Versicherer digital gut aufgestellt“ und würden selten den Ansprüchen von Unternehmern aus der Start-up-Szene entsprechen.

Aufklären tut Not

Marc Thamm von Hiscox Deutschland dürfte sich von diesem Vorwurf nicht angesprochen fühlen. „Wir investieren viel in die Aufklärungsarbeit. Wir arbeiten dafür eng mit unseren Vertriebspartnern zusammen, sprechen gleichzeitig die Gründer auf Start-up-Messen und Events selbst an, informieren in unserem Unternehmensblog und arbeiten auch mit Gründerportalen zusammen“, schildert der Manager das Vorgehen. Natürlich sei man auch in sozialen Netzwerken „nah an der Zielgruppe“.

Mit einem Online-Rechner auf der Website könnten sich Gründer zudem den zu ihrem Geschäft passenden Versicherungsschutz selbst zusammenstellen und auch über Prämien informieren, so Thamm. „Schnell Entschlossene können da auch direkt ihren Versicherungsschutz abschließen oder mit den Informationen zu ihrem Makler gehen.“ Vielleicht hilft ja auch diese Maßnahme: Im ersten Geschäftsjahr gewährt Hiscox Gründern 15 Prozent Rabatt auf die Prämie.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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