Staatsverschuldung ist fast dreimal höher als offiziell angegeben Die Geschenke für die Alten zahlt die Generation Y

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Die Politik der Bundesregierung belastet die jungen Menschen. Die Schulden, die SPD und CDU heute durch Rentengeschenke und Pflegepakete machen, sind nicht etwa durch einen soliden Staatshaushalt gedeckt. Die versteckte Staatsverschuldung sei viel höher als behauptet, sagt Finanzprofessor Bernd Raffelhüschen. Was auf die Generation Y zukommt.

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Finanzminister Wolfgang Schäuble kokettiert zu jeder Gelegenheit mit der schwarzen Null in seinem Staatshaushalt. Wie die Wissenschaftler Bernd Raffelhüschen und Stefan Moog errechnet haben, ist das alles nur Marketing. In Wirklichkeit sind die deutschen aktuellen und versteckten Staatsschulden enorm. Denn sie belaufen sich auf 6,7 Billionen Euro. Das entspricht 238 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

Dabei entfällt der größte Teil mit 161 Prozent auf versteckte Schulden. Das sind die Schulden, die die Bundesregierung mit ihren aktuellen Sozialgeschenken macht. Denn die Frage, wie diese in Zukunft bezahlt werden sollen, ist völlig ungeklärt.

Warum Herr Schäuble die Geschichte von der schwarzen Null erzählen kann, liegt einzig daran, dass zurzeit ungewöhnliche viele Beitrags- und Steuereinnahmen in die Staatskassen fließen. Laut Raffelhüschen wäre das jedoch die Gelegenheit gewesen, Schulden abzubauen. Stattdessen habe sich die Regierung für eine verfehlte Rentenpolitik entschieden.

Das Problem: Die Geschenke kommen alle aus den Sozialkassen. Anders als private Versicherer bilden diese jedoch keine Rückstellungen. Das heißt, sie legen kein Geld zur Seite, um wirtschaftlich schlechte Zeiten oder den demografischen Effekt auszugleichen. Deshalb werden wohl alle jungen Leute ab Jahrgang 1981 die Lasten tragen müssen. Denn das fehlende Geld werden sich die Sozialkassen über höhere Beiträge und Leistungskürzungen abholen.


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