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Krankenkassen fordern Ärzte sollen auch am Wochenende arbeiten

Wenn es nach dem Willen des Spitzenverbandes der Krankenkassen geht, arbeiten die niedergelassenen Ärzte auch abends und an den Wochenenden.
Wenn es nach dem Willen des Spitzenverbandes der Krankenkassen geht, arbeiten die niedergelassenen Ärzte auch abends und an den Wochenenden. © dpa/picture alliance

Geht es nach dem stellvertretenden Vorsitzenden des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Johann-Magnus von Stackelberg, sollen gesetzliche Versicherte auch am Wochenende zum Arzt gehen können. Er möchte, dass die Ärzte zusätzliche Sprechstunden am Samstag sowie in den Abendstunden anbieten.

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Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretende Vorsitzender des GKV-Spitzenverbands, spricht sich für Mehrarbeit der niedergelassenen Ärzte aus. Er kann sich vorstellen, dafür eine zusätzliche Vergütung zu zahlen. Das schreibt das Ärzteblatt in seiner Online-Ausgabe. Eine generelle Anhebung der Vergütung im Zuge einer Ausweitung der Sprechzeiten, wie es die Kassenärztliche Bundesvereinigung fordert, lehnt er aber ab.

„Es geht ja um Mindestzeiten, nicht um Durchschnitte“, so von Stackelberg. Denn er gehe davon aus, dass viele Ärzte in allen Fachrichtungen über dem Durchschnitt arbeiten. Es werde bereits mit einer Arbeitszeit von 51 Stunden pro Woche kalkuliert. „Man sollte aber auch darüber diskutieren, ob Ärzte, die unter dem Durchschnitt arbeiten, dann nicht besser nur eine halbe Zulassung beantragen.“

Kritik von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Von Stackelberg könne sich dem Bericht zufolge vorstellen, dass Praxen auch bis 19 Uhr geöffnet haben sollen. „Wenn wir als GKV 90 Prozent der Menschen versichern, können wir auch als GKV verlangen, dass Ärzte ausreichend Zeit in ihrer Arbeitszeit für die Versicherten zur Verfügung stellen.“

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen stehe dem Vorschlag für zusätzliche Sprechstunden am Abend oder am Wochenende kritisch gegenüber, heißt es in dem Bericht weiter. „Alle Überlegungen in Richtung zusätzlicher ärztlicher Leistung sind absurd, solange schon jetzt 10 bis 20 Prozent der erbrachten Leistungen nicht bezahlt werden“, wird er vom Ärzteblatt zitiert.

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