Teure Neuverpflichtung FC Bayern versichert Hernández für 600.000 Euro

Im Oktober spielte er für Atletico Madrid noch in der Champions League - Lucas Hernández wechselt nun für 80 Millionen Euro zum FC Bayern München.
Im Oktober spielte er für Atletico Madrid noch in der Champions League - Lucas Hernández wechselt nun für 80 Millionen Euro zum FC Bayern München. © dpa/picture alliance

Die neue Rekordablösesumme in der Bundesligageschichte in Höhe von 80 Millionen Euro zahlt der FC Bayern München – und zwar für einen verletzten Spieler. Doch ganz so verrückt, wie es vielleicht scheint, ist der Transfer von Weltmeister Lucas Hernández gar nicht. Denn die Bayern sichern sich ab.

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Dem Franzosen, der noch in dieser Saison von Atletico Madrid in die Bundesliga wechselt, steht zunächst eine Operation am Knie bevor und er wird erst in der kommenden Saison für die Münchener Bayern auf dem Platz stehen. Doch dass die nun gezahlte Summe kein Totalausfall wird, dafür sorgt eine spezielle Versicherung. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf die Bild-Zeitung.

„Wir schauen uns an, wie hoch der Transferwert ist. Dieses finanzielle Risiko möchte der Verein absichern“, wird dort der Sportversicherungsmakler Dieter Prestin zitiert. Als Grundlage für die Prämienhöhe dient demnach ein Satz von 0,75 Prozent der Versicherungssumme, die wiederum der Ablösesumme entspricht.

Macht 600.000 Euro, die sich die Bayern in diesem Jahr die Absicherung des finanziellen Risikos Lucas Hernández kosten lassen – zusätzlich zu den angeblich 13 Millionen Euro Jahresverdienst für den Atletico-Spieler. Kann der 23-Jährige überhaupt nicht mehr spielen, bekommt der deutsche Rekordmeister die 80 Millionen Euro Ablöse von dem Versicherer erstattet.

Wie sich Borussia Mönchengladbach einst falsch versicherte

Bleibt nur zu hoffen, dass den Bayern nicht der gleiche Fehler unterläuft, wie Bundesliga-Konkurrent Borussia Mönchengladbach im Sommer 2012. Der Verein hatte damals für 8 Millionen Euro den spanischen Fußball-Profi Alvaro Dominguez ebenfalls von Atletico Madrid verpflichtet. Doch in der Police von Dominguez waren nur Unfälle abgesichert – jedoch kein Verschleiß. Die andauernden Rücken-Probleme des Spaniers galten allerdings nicht als Unfall-Folge, sondern eben als Verschleiß (wir berichteten)Eine Entschädigung, deren Höhe sich an der Ablöse oder dem jeweiligen Marktwert des Spielers orientiert, dürfte damit für die Gladbacher wohl hinfällig werden“, hieß es damals.

Wie die wichtigsten Versicherungen im Profi-Fußball lauten, erfahren Sie hier.

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