Leverkusens Torwart Fabian Giefer dirigiert seine Abwehr: Laut BSI soll eine Cyberabwehr ähnlich wie ein Torwart funktionieren und bei den Cyber-Angriffen „die Bälle halten“. © dpa/picture alliance
  • Von Anette Bierbaum
  • 03.12.2018 um 09:35
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16 Millionen Warnmails, 800 Millionen Schadprogramme im Umlauf, und täglich kommen etwa 390.000 neue Malware-Varianten hinzu. Die Zahlen des diesjährigen Lageberichtes des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind laut BSI-Präsident Arne Schönbohm „besorgniserregend“. Sein Ziel: das BSI bis Ende 2019 zu einer nationalen Cyber-Sicherheitsbehörde auszubauen.

„Aktive Cyberabwehr“ soll her

Gemäß Koalitionsvertrag soll die Behörde auch in den kommenden Jahren konsequent ausgebaut und fortentwickelt werden. Allein im Jahr 2019 werde das Personal des BSI nahezu verdoppelt. Noch erörtere die Bundesregierung allerdings, wie die bisher präventiv ausgerichteten Befugnisse der Bundesbehörden zukünftig erweitert werden könnten.

Wichtig sei es zu klären, welche rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssten, um eine „aktive Cyberabwehr“ hinzubekommen, „um den Gefahren schwerwiegender Cyberangriffe ausreichend zu begegnen“, wie Seehofer betonte.  Schließlich seien auch neue Cybergefahren laut BSI-Lagebericht hinzugekommen, etwa das Thema illegales Krypto-Mining. Das sei schon wegen des hohen finanziellen Anreizes und der unauffälligen Infektionen als signifikant zunehmendes Cyberrisiko einzuschätzen.

Seehofer und Schönbohm im Kampf gegen fliegende Einhörner

Wer tatsächlich hinter den einzelnen Krypto- und Cyberangriffen stecke, darauf wussten die Politiker keine Antwort. Letztlich sei das aber zweitrangig, so Schönbohm sinngemäß. Seines Dafürhaltens seien Cyberangriffe „kein Einhorn, das auf einmal fliegen kann und dann ist es da“, sondern „eher wie ein Flugzeug, das dann eben auch bei uns reinfliegt und landet.“ Für die Insassen des Fliegers sei dabei dann wohl nicht so wichtig „woher der Angriff kommt, sondern wichtiger, dass wir die Bälle halten – als Torwart“.

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Anette Bierbaum

Anette Bierbaum schreibt seit 2015 als freie Redakteurin für Pfefferminzia. Darüber hinaus unterstützt die gelernte PR-Fachfrau seit über zehn Jahren Medienhäuser, PR-Agenturen und redaktionell geprägte Content-Plattformen.

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