Skandal bei Halbmarathon Hat Mo Farah unberechtigt gesiegt?

Der Brite Mo Farah (vorn) kurz vor dem Zieleinlauf beim Great North Run
Der Brite Mo Farah (vorn) kurz vor dem Zieleinlauf beim Great North Run

Am Wochenende fand der alljährliche Great North Run, einer der wichtigsten Halbmarathonläufe der Welt, statt. Gewonnen hat der mehrfache Welt- und Europameister Mo Farah – aber auch zu Recht? Kritiker glauben, dass es unerlaubte Absprachen gegeben hat.

| , aktualisiert am 11.11.2014 17:01  Drucken

Gemeinsam mit seinem Trainingspartner Mike Kigen führte Mo Farah am Wochenende den Great North Run an. Kurz vor dem Ziel konnte Kigen dem Tempo von Farah aber nicht mehr folgen. Vorausgegangen war etwa zwei Kilometer vor dem Ziel ein Gespräch zwischen den Beiden, woraufhin Kigen abreißen ließ. Kritiker werfen den Sportlern nun unerlaubte Absprachen vor.

Farah und Kigen fühlen sich zu Unrecht beschuldigt und erklären beide, dass es keine Absprache gegeben habe. Farah erklärt zu diesen Anschuldigungen, Kigen wollte die Strecke in unter 60 Minuten absolvieren und musste am Ende seinem Ziel Tribut zollen. Der Kenianer Kigen bestätigt diese Aussage und erklärt, er habe sich auf den letzten 400 Metern sehr müde gefühlt.

Der Beigeschmack verstärkt sich, da Farah in diesem Jahr den London Marathon absolvierte und dort entgegen der ausgegebenen Zielsetzung mit vier Minuten Rückstand auf den Sieger im Ziel einlief. Daraufhin erklärte der Langstreckenläufer, dass der Wechsel zum Marathon ein Test gewesen und das Thema für ihn nun beendet sei.

Pfefferminzia HIGHNOON