Paar: Um im Alter finanziell abgesichert zu sein, reicht die gesetzliche Rente nicht mehr aus. © Menschen Foto erstellt von freepik - de.freepik.com
  • Von Hannah Dudeck
  • 11.06.2020 um 15:22
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 01:20 Min

80 Prozent der Bundesbürger treibt die Sorge um, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht für einen vernünftigen Lebensstandard reichen wird. Damit liegen sie auch ziemlich richtig. Der Vermögensverwalter Grüner Fisher Investments gibt einen Überblick, wie eine vernünftige Altersvorsorge aussehen kann.

Die gesetzliche Rentenversicherung ist für die meisten Menschen hierzulande der Grundstein ihrer Altersvorsorge. Durch den demografischen Wandel und die Überalterung der Gesellschaft kommt das Modell aber unter Druck. Häufig erhalten Rentner nur um die 50 bis 65 Prozent ihres letzten Einkommens als Rente vom Staat. Tendenz weiter sinkend. Der gewohnte Lebensstandard lasse sich daher nur über alternative Vorsorgeformen aufrechterhalten, erklärt der Vermögensverwalter Grüner Fisher Investments.

Infrage käme hier etwa die betriebliche Altersversorgung (bAV). Jeder Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, seinen Mitarbeitern mindestens ein betriebliches Vorsorgesystem anzubieten. Neben der Pensions- und Unterstützungskasse können das unter anderem Pensionsfonds, Direktversicherungen und Direktzusagen sein.

„Arbeitnehmer haben bei der Betriebsrente die Möglichkeit, ihre spätere Rente durch regelmäßige Beitragszahlungen, die direkt vom Bruttogehalt abgezogen werden, anzuheben und somit die gesetzliche Altersvorsorge aufzustocken. Neben den steuerlichen Vorteilen profitieren Arbeitnehmer bei der bAV außerdem von der Bezuschussung durch den Arbeitgeber: Dieser ist seit dem Jahr 2019 dazu verpflichtet, den Aufbau der Betriebsrente mit mindestens 15 Prozent zu unterstützen“, informiert das Investment-Haus.

Eine saubere Rechnung sei vor dem Start in die Betriebsrente aber erforderlich. Denn durch die Entgeltumwandlung zahlten Arbeitnehmer geringere Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung. Dies könne damit schnell zum Minusgeschäft werden. Zudem müssten die späteren Auszahlungen aus der bAV nachgelagert versteuert werden, außerdem fallen noch Sozialversicherungsbeiträge darauf an.

Private Altersvorsorge gewinnt an Bedeutung

Besonders Selbstständige und Freiberufler müssten die in der Regel fehlende betriebliche und gesetzliche Altersvorsorge durch ein hohes Maß an privater Vorsorge kompensieren, rät die Fondsgesellschaft. Geeignete Bausteine können eine eigene Immobilie, Aktien oder eine private Lebens- oder Rentenversicherung sein. Die beste Rendite können laut Grüner Fisher Investments im historischen Durchschnitt Aktien aufweisen. „Insgesamt betrachtet liegt die Chance auf hohe Renditen durch langfristigen Aktienbesitz deutlich höher als bei konservativen Geldanlagen wie Tages- oder Festgeld“, sagt Geschäftsführer Torsten Reidel. Besonders für Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont seien Aktien geeignet, so Reidel weiter. Arbeitnehmer sollten alle drei Säulen der Altersvorsorge nutzen, um optimal für den Ruhestand vorzusorgen.

autorAutorin
Hannah

Hannah Dudeck

Hannah Dudeck arbeitet seit 1. April 2020 als freie Redakteurin für Pfefferminzia.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!