Welche Fehler haben Sie anfangs gemacht?

Fehler kann man nicht direkt sagen, denn aus Fehlern kann und sollte man lernen und seine künftigen Schlüsse daraus ziehen. Es ist ein stetiger Prozess, welcher nicht linear abläuft. Es wird auch Rückschläge geben (= keine Aufmerksamkeit / Anfragen), aber gerade dann muss man am Ball bleiben und nicht verkrampfen.

Wenn wir aber im Nachhinein etwas anderes machen würden, fallen uns folgende Punkte ein:

  1. Zu Beginn haben wir noch in der Sie-Form geschrieben, aber nach einigen Jahren merkten wir, dass diese höfliche Anrede nicht zu uns passt. So schlummern jetzt noch viele ältere Beiträge auf unserer Homepage, die noch in der Sie-Form geschrieben sind. Zudem waren wir zu Beginn sicherlich noch etwas verkrampfter und höflicher. Zu uns passt es am besten, wenn wir einfach „drauf los“ schreiben, ohne zu sehr nachzudenken. Dies muss aber jeder für sich selber wissen und seinen Weg finden.
  2. Zu kurze Artikel schreiben: Eigentlich möchten wir unter 1.000 Wörter keinen Fachartikel verfassen. Dies ist unsere Messlatte, welche wir uns mittlerweile selber gesetzt haben. Ausnahmen sind eher allgemeine Infos aus unserem Unternehmen wie personeller Zuwachs im Unternehmen. Geht es aber um fachliche Themen, so hätten wir von Beginn an schon die Schlagrate stark erhöhen sollen.
  3. Wir haben früher wiederkehrende Fragen immer und immer wieder dem Interessenten im persönlichen Gespräch, am Telefon oder per Email geklärt. Mittlerweile schreiben wir häufige Fragen aber einfach auf unserer Homepage & Blog nieder, so dass man sich die ersten Informationen direkt auf der Homepage holen kann. Das hätte uns früher viel Zeit erspart, wenn wir diesen Weg gegangen wären. Somit sind unser Blog und unsere Homepage auch eine kleine FAQ-Liste, welche viele einfache Fragen im Vorfeld schon mal klären lässt.

Welche drei Haupttipps würden Sie jemandem geben, der mit einem Blog durchstarten will?

Erstens: Jeder Blogger muss seinen eigenen Stil finden mit eigenen Texten: Der Blick über den Tellerrand ist sehr wichtig und man kann sich viel Anregungen holen. Aber letztendlich muss das Geschriebene authentisch rüberkommen. Wenn jemand eher der lässige Typ mit Hemd und Jeans ist, dann wäre es doch sehr komisch für seine Kunden, wenn er sie plötzlich mit Anzug und Krawatte empfängt? Die Pflege des eigenen Stiles ist somit eine enorm wichtige Aufgabe.

Was in unseren Augen gar nicht geht: Gekaufte Artikel von bekannten Plattformen oder noch schlimmer: Eine 08/15-Homepage mit standardisierten Blogartikeln von fremden Verfassern, die auch geschätzt 2.000 andere Internetseiten pflegen werden. Das mag weder Google noch sind die Texte in der Regel ansatzweise passend für seinen eigenen Typ als Vermittler. Null Authentizität trifft es eher.