Die Sendungsmacher stellen in dem Beitrag Monika M., Horst Z. und Herbert M. vor. Alle haben fürs Alter mit einer Lebensversicherung vorgesorgt. Jetzt sind sie enttäuscht, denn das, was ihnen bei Vertragsabschluss in Aussicht gestellt wurde, unterscheidet sich deutlich von dem, was sie nun tatsächlich ausgezahlt bekommen. Bis zu 40 Prozent gibt es von den Versicherern.



ZDF-Autor Oliver Koytek geht in dem Beitrag daher auf Ursachensuche. Er will wissen, warum das System Kapitallebensversicherung „nicht mehr funktioniert“ und fragt bei Verbrauchern, Kritikern, Insidern und der Versicherungswirtschaft nach.

Mit dabei ist natürlich Verbraucherschützer Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten. Er haut wieder seinen derzeitigen Lieblingsbegriff raus, nennt Lebensversicherungen „legalen Betrug“ (hat er schon mal gemacht, wir berichteten).

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Dass die Versicherer die stark gesunkenen Ablaufleistungen mit der aktuellen Niedrigzinsphase begründen, ist für Kleinlein eine Ausrede. Tatsächlich sitze die Versicherungswirtschaft auf Reservepolstern von rund 70 Milliarden Euro, die sie nur nicht an die Kunden weitergeben wollen. Dass die Reserven sicherstellen sollen, dass auch Kunden, die in 40 Jahren mal in Rente gehen, ihre Leistung bekommen, zählt in seinen Augen ebenfalls nicht als Argument.

Beratung im Sinne der Gewinnmaximierung

Die Versicherungen indes betonen, dass sie nun mal am Kapitalmarkt Geld anlegen müssen – und dem Niedrigzinsumfeld nicht entgehen können. So sagt Peter Schwark vom Branchenverband GDV: „Das liegt an den gesunkenen Zinsen. Unter der Maßgabe, es würde alles ungefähr so bleiben, sind unsere Rechnungen richtig.“