Eine Tasse Kamillentee kann bei Magen-Darm-Beschwerden helfen. © picture alliance / blickwinkel/F. Hecker | F. Hecker
  • Von Manila Klafack
  • 21.06.2021 um 13:07
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Die sanfte Medizin zum Beispiel mit Hausmitteln wie Kräutern hilft bei vielen kleineren Krankheiten. Zudem können sie kombiniert mit einer gesunden, vollwertigen Ernährung bei schweren Krankheiten als begleitende Therapie helfen – und vor allem kann die richtige Nährstoffversorgung helfen, viele Krankheiten zu vermeiden.

Ein Kratzen im Hals, die Nase beginnt zu laufen, oder im Bauch grummelt es – Salbei, Kamille oder Pfefferminze können hier als Tee die ersten Anzeichen einer Infektion lindern. Auch die leichte Platzwunde am Knie des Kindes lässt sich mit einer Heilsalbe und einem Pflaster behandeln. Anschließend noch ein paar Arnica-Globuli und das Kind kann weiterspielen.

Eine gewisse Selbstmedikation gehört heute in jeden Haushalt. Da werden Kräuter als bewährte Hausmittel gemeinsam mit den rezeptfreien Arzneien aus der Apotheke eingesetzt. Damit können viele Symptome bereits behandelt werden, ohne gleich den Arzt aufsuchen zu müssen.

Schulmedizin und alternative Ansätze ergänzen sich

„Die Selbstmedikation hat allerdings gewisse Grenzen“, sagt Gesundheitsexperte Joachim Haid. „Überall dort, wo es um schwerere Erkrankungen geht, muss ein Arzt hinzugezogen werden“, sagt er. Ist die Verletzung schwer und ein Knochen ist gebrochen, geht es vielleicht sogar nicht ohne chirurgischen Eingriff.

„Auch eine Appendizitis, umgangssprachlich Blinddarmentzündung genannt, kann nicht mit Hausmitteln geheilt werden. Hier wird zwar heute nicht mehr gleich operiert, sondern zunächst eine Antibiotika-Therapie genutzt, doch ohne Schulmedizin geht es nicht“, betont Haid. „Eine Milzruptur lässt sich ebenfalls nicht mit einem Kamillentee aus der Welt schaffen, hier muss operiert werden.“

Was allerdings möglich ist, ist während und nach der Gabe eines Antibiotikums die Darmflora zu unterstützen. Das Antibiotikum zerstört bekanntermaßen nicht nur die krankheitsauslösenden Erreger, sondern die guten Bakterien in unserem Körper gleich mit. „Vor allem im Darm sind viele davon an den Verdauungsprozessen beteiligt. Werden sie zerstört oder ihre Anzahl verringert, kann das unter anderem dazu führen, dass bestimmte Nährstoffe nicht oder nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen werden können“, erläutert Haid den Zusammenhang.

Seine Empfehlung lautet daher, bereits mit der Einnahme des Antibiotikums ein probiotisches Mittel zuzuführen. „Omni Biotic 10 ist hier eine gute Wahl. Bis zu 14 Tage nach Ende der Therapie sollten die 10 Bakterienstämme noch eingenommen werden – mit zeitlichem Abstand zum Antibiotikum“, empfiehlt Haid.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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