Schlechte Anlageberatung Eigentor für Jens Lehmann

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann hat seinem Anlageberater vertraut und deshalb viel Geld verloren. Heute kümmert er sich selbst um die eigenen Finanzen.

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Der ehemalige Nationaltorwart Jens Lehmann hat sich als Fußballer nicht genug mit der Geldanlage beschäftigt und Vermögen in den Sand gesetzt. „Ich war ein Opfer schlechter Anlageberatung“, sagt er gegenüber der „Wirtschaftswoche“.

Vor allem der Dotcom-Hype ist ihm zum Verhängnis geworden. „Damals wollte man bei jeder Neuemission dabei sein, ohne dass man überhaupt wusste, was die Unternehmen eigentlich machen“, so Lehmann. „Ich habe häufig zu schnell entschieden, auch auf Anraten eines Beraters, der mich zu Aktienkäufen angehalten hat.“ So habe er viel Geld verloren – unter anderem mit dem US-Unternehmen Neomedia.

Seit er nicht mehr Fußball spielt, habe er Zeit, selbst zu schauen, welche Anlagen gut sind – auch wenn er sich immer noch beraten lässt. Und jetzt wisse er, worauf er achten muss: Auf starke Persönlichkeiten. „Das ist wie beim Fußball“, vergleicht er. „Wenn zwei Spieler den gleichen Pass schlagen können und die gleichen technischen Fähigkeiten haben, wird sich immer der durchsetzen, der den stärkeren Willen und Charakter hat.“

Jetzt beteiligt sich Lehmann an fünf Start-ups. „Eine heißt Combionic, sie macht Compliance-Software und Dokumentenmanagement“, erklärt er. Über die anderen wolle er nicht sprechen, sie müssten sich erst noch entwickeln.

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