Schiefgegangene Beratung einer Rentnerin Sofortrente statt neues Bankkonto

Sofortrente statt Bankkonto: Die Beratung einer Rentnerin bei der Hypovereinsbank ist ein wenig schiefgegangen.
Sofortrente statt Bankkonto: Die Beratung einer Rentnerin bei der Hypovereinsbank ist ein wenig schiefgegangen. © dpa/picture alliance

Um ihr Erspartes von 100.000 Euro anzulegen, möchte eine 80-jährige Rentnerin bei der Hypovereinsbank ein neues Konto eröffnen. Der Berater vermittelt ihr stattdessen eine Sofortrente – weder Ombudsmann noch Bafin können der Dame helfen.

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Else Reindel will ein neues Konto bei der Hypovereinsbank eröffnen. Dort will die 80-Jährige ihre Ersparnisse von 100.000 Euro parken. Ihre gesetzliche Rente ist nicht allzu hoch, die Ersparnisse sollen daher für größere Anschaffungen und Extras immer zur Verfügung stehen.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, geht bei dem Beratungsgespräch bei der Bank aber einiges schief. Denn am Ende hat die Dame kein neues Konto, sondern eine Sofortrente der Ergo an der Backe, die eine monatliche Zusatzrente von 680 Euro bringt.



An das Geld kommt sie nun nur noch schwer ran. Sie beschwert sich bei der Finanzaufsichtsbehörde Bafin und dem Versicherungsombudsmann – keiner kann helfen, heißt es in dem Bericht weiter. Daraufhin wendet sie sich an ihre Verbraucherzentrale.

„Es kommt leider immer mal wieder vor, dass älteren Menschen eine Sofortrente vermittelt wird. Das ist wirtschaftlich unsinnig, weil sie haben nicht mehr viel Lebenszeit vor sich und dann ist das Kapital gebunden und steht nicht mehr zur Verfügung, das Geschäft ist ein ganz schlechtes“, zitiert der BR Susanne Götz von der Verbraucherzentrale.

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Götz vermutet, dass hinter den immer wieder vorkommenden Empfehlungen dieser Art eher „das Geschäftsinteresse der Versicherungsvermittler im Vordergrund steht“ statt das Wohl der Kunden. Auch sie scheitert daran, das Geschäft rückgängig zu machen.

Von der Ergo heißt es dazu: „Wir entsprechen Rückzahlungsforderungen in Falschberatungsfällen dann, wenn wir zweifelsfrei im Rahmen einer Einzelfallprüfung begründete Rückforderungsansprüche feststellen.“ Das scheint hier nicht der Fall zu sein.

Die inzwischen 82-jährige Rentnerin will sich nun einen Anwalt nehmen und gegen den Abschluss vorgehen.

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