Eine alte Volksweisheit besagt: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Im Handwerk wird diese Redensart zum Unglück der Beteiligten jeden Tag aufs Neue bittere Realität: Ob im Bereich Metall/Elektro, im Bau- und Ausbaugewerbe oder in klassischen Holzverarbeitenden Betrieben – wer hier arbeitet, ist vielen Gefahrenquellen ausgesetzt.

Und kommt es irgendwann tatsächlich zu Personen-, Sach- oder Eigenschäden, so kann dies bei fehlendem oder unzureichendem Versicherungsschutz im äußersten Fall die betriebliche Existenz kosten.

„Viele Handwerksbetriebe sind heute unterversichert“, sagt Andreas Reinhold, Produktmanager bei der Signal Iduna, die vor 111 Jahren aus einem Zusammenschluss von Handwerkern sowie Handel- und Gewerbetreibenden hervorging. Die Unterversicherung betrifft vor allem die Versicherungssummen, die Reinhold zufolge „häufig viel zu gering“ sind – oft auch deshalb, weil der letzte „Vor-Ort-Besuch“ durch den Versicherungsvermittler schon zu lange her gewesen ist, wie der Experte berichtet.

Der Rohrbruch und die Inhaltsversicherung

Die Versicherungssumme ist der Betrag, der dem versicherten Handwerksbetrieb im Schadenfall maximal vom Versicherer ausgezahlt wird. Kommt es beispielsweise zu einem Rohrbruch in der Werkstatt, wird es teuer. Und zwar dann, wenn auch noch das benachbarte Büro unter Wasser gesetzt wird, Maschinen und Mobiliar beschädigt werden und der Firmencomputer mit allen Rechnungsdaten nass wird, die dann mühevoll wieder hergestellt werden müssen.

Im Rahmen einer Inhaltsversicherung deckt diese Summe dann die Kosten ab, die durch den Sachschaden entstanden sind – das gilt auch für mögliche Kosten für die Wiederbeschaffung, etwa um verlorene Daten neu aufzubereiten. Im Regelfall steht die Versicherungssumme pauschal einmal pro Schadenfall zur Verfügung.