Die Hacker machen sich laut R+V Versicherung gezielt das sogenannte Mobile-Tan-Verfahren der Kontoinhaber zunutze. © dpa
  • Von Juliana Demski
  • 25.06.2019 um 17:19
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Im Onlinebanking häufen sich die Betrugsmaschen. Allein bei der R+V Versicherung kamen laut eigenen Angaben in den ersten sechs Monaten des Jahres Schäden in Höhe von insgesamt 5 Millionen Euro zusammen. Das Problem: Banken und Kunden schützen ihre Daten nicht ausreichend und werden so zu einfachen Zielen.

Immer häufiger ergaunern Kriminelle hohe Geldsummen über das Onlinebanking-Verfahren. Laut der R+V Versicherung, die zahlreiche Banken versichert hat, ereigneten sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres rund 300 Betrugsfälle, die einen Gesamtschaden in Höhe von rund 5 Millionen Euro verursacht haben.

Die Hacker machen sich dabei gezielt das sogenannte Mobile-Tan-Verfahren der Kontoinhaber zunutze und transferieren sich auf diese Weise Geld ins Ausland. So verwischen sie ihre Spuren, da der Geldtransfer dann schwerer einsehbar wird.

„Lag der durchschnittliche Schaden durch Onlinebanking-Betrug bei den bei uns versicherten Banken in den vergangenen Jahren noch bei einigen 1.000 Euro, hat er sich in den ersten sechs Monaten 2019 auf über 15.000 Euro verdreifacht“, sagt Theo Schneider, Produkt- und Strategieberater Bankenversicherung bei der R+V Versicherung. „Der höchste Einzelschaden belief sich in 2019 bisher auf 350.000 Euro.“ 

Neben technischen Maßnahmen bei den Banken sowie einer breiten Sensibilisierung zum Risiko komme es für Schneider vor allem darauf an, dass die Kontoinhaber ihre Zugangsdaten schützen. „Daher sollten Bankkunden sehr aufmerksam bleiben und die Warnhinweise ihrer Banken befolgen“, rät der R+V-Fachmann.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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