Risikostrukturausgleich in der GKV AOK Bayern fordert Ausweitung der berücksichtigten Diagnosen

Der Ausleger einer Filiale der Krankenkasse AOK in Rothenburg ob der Tauber.
Der Ausleger einer Filiale der Krankenkasse AOK in Rothenburg ob der Tauber. © dpa/picture alliance

Die AOK Bayern spricht sich für eine Überarbeitung des Risikostrukturausgleichs (RSA) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Sie stört sich aktuell daran, dass nur 80 Krankheiten in den Finanzausgleich einbezogen werden und plädiert dafür, alle kodierten Diagnosen dabei zu berücksichtigen.

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Der Risikostrukturausgleich ist dafür da, unter den Krankenkassen keine Wettbewerbsnachteile entstehen zu lassen. Das kann zum Beispiel passieren, wenn eine Krankenkasse viele chronisch Kranke zu ihren Mitgliedern zählt. Hat ein Patient daher eine von 80 festgelegten, kostenintensiven Krankheiten, bekommt die betreffende Krankenkasse mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds.



An dieser Zahl stört sich nun die AOK Bayern. Sie spricht sich dafür aus, alle kodierten Krankheiten in diesen Prozess mit einzubeziehen, berichtet das Ärzteblatt. Das wäre gut für die Zielgenauigkeit des Finanzausgleichs. Und auch Frank Plate, Präsident des Bundesversicherungsamts, gibt zu, dass es für die Verwaltung einfacher sei, alle Diagnosen zu berücksichtigen, sagte er gegenüber dem Ärzteblatt.
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