Sie toben und tanzen, klettern und entdecken, sind furchtlos und neugierig – Kinder sind wahre Abenteurer. Und während in den meisten Fällen gefühlte drei Schutzengel darauf aufpassen, dass den Kleinen dabei nichts passiert, ist das leider nicht immer so.

Ein Beispiel: Die zehnjährige Lara macht mit ihren Eltern Urlaub in den Bergen. Sie klettert dort einen Hang hinauf, dabei verliert sie das Gleichgewicht und stürzt mehrere Meter in die Tiefe. Sie bricht sich dabei eine Hand, den Oberkiefer, den Gaumen und trägt Zahnschäden davon. Die Verletzungen werden nach Auskunft der Ärzte folgenlos verheilen, allerdings ist der Einsatz mehrerer Zahnimplantate zur Behebung der Zahnschäden erforderlich.

„Unfälle gehören zu den größten Gesundheitsrisiken für Kinder“, sagt Henning Folkerts, Leiter Produktmanagement Haftpflicht, Unfall, Schaden Privat bei der HDI Versicherung. „Die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die jährlich nach Unfallverletzungen ärztlich versorgt werden müssen, wird auf mindestens 1,7 Millionen geschätzt“, so der Experte weiter (siehe Grafik unten).

Langfristige und teure Folgen

Besonders tragisch ist es, wenn dabei nicht nur eine Hand bricht oder eine Platzwunde davongetragen wird. „Wenn langfristige Folgen zurückbleiben, zum Beispiel, dass das Kind die Schule nicht besuchen, keine Ausbildung machen und keine berufliche Tätigkeit ergreifen kann, wird es besonders schlimm“, sagt Oliver Frohnert, Produktmanager SHUK bei der Hanse-Merkur. „Neben den psychischen und körperlichen Problemen kommen dann die negativen finanziellen Folgen noch hinzu.“

Gegen Letztere zumindest können sich Eltern absichern – mit einer privaten Unfallversicherung speziell für Kinder. Denn auch der Staat springt im Ernstfall nur bedingt ein, weiß Timo Suchert, Leiter Produktmanagement Sach-, Haftpflicht und Unfallversicherung bei der VHV Allgemeinen Versicherung: „Auf dem Schulweg und in der Schule sind Kinder durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Diese bietet jedoch nur eine Grunddeckung mit eingeschränkten und vielfach pauschalen Leistungen.“ Und verletzt sich das Kind zu Hause, auf dem Spielplatz oder nimmt einen Umweg zur Schule, leistet die gesetzliche Unfallversicherung gar nicht.

Quellen: GDV, Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder, Destatis