Die Grafik zeigt: In größeren Unternehmen setzen die Angestellten häufiger auf Cybersicherheit. © GDV
  • Von Juliana Demski
  • 03.09.2019 um 12:01
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Ein Großteil der Angestellten in Deutschland ist nicht ausreichend auf Cybergefahren vorbereitet. So nutzten beispielsweise viele Mitarbeiter bei digitalen Geräten nicht einmal Zugangssperren, wie eine Untersuchung des Versicherungsverbands GDV ergab. Derartige Sorglosigkeiten könnten das gesamte Unternehmen gefährden, warnt der Verband – und gibt Empfehlungen.

Nur jeder dritte deutsche Arbeitgeber hatte schon einmal eine IT-Sicherheits- oder Datenschutzschulung. 6 Prozent der Nutzer von Laptops, Smartphones und Co. verzichten zudem komplett auf Zugangssperren. Das sind zentrale Ergebnisse einer Untersuchung des Branchenverbands GDV.

13 Prozent der Befragten gaben zudem an, auf der Arbeit bereits Spam-Mails geöffnet zu haben. Ein möglicher Grund dafür könnten schlechte Spam-Filter sein, schreibt der GDV. Denn: Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) findet mindestens einmal pro Woche Spam-Mails in ihrem Postfach. 

„Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter besser auf die wachsenden Gefahren aus dem Netz vorbereiten“, sagt Peter Graß, Cyberversicherungsexperte des GDV. „Cyberangriffe sind selten ausgefeilte Angriffe durch Netzwerklücken, viel öfter entstehen Schäden durch Mitarbeiter, die eine infizierte Email öffnen.“ 

Eine weitere interessante Erkenntnis aus der Studie: 

Gerade in Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern gibt es häufig nur rudimentäre Sicherheitsvorgaben: Hier hat knapp jeder fünfte Mitarbeiter (18 Prozent) an seinem Arbeitsplatzrechner überhaupt keinen Passwortschutz, während gleichzeitig jeder zweite Mitarbeiter mit weitgehenden Administratorenrechten für seinen Arbeitsplatzrechner ausgestattet ist. 

Je größer ein Unternehmen, desto mehr Wert legt es auch auf organisatorische Schutzmaßnahmen im Netz. Das bedeutet laut GDV aber nicht, dass größere Unternehmen keine Sicherheitslücken aufweisen. Ein Beispiel: Von den Mitarbeitern, die in einem Großunternehmen arbeiten und Zugang zu Rechnern haben, dürfen ein Drittel (32 Prozent) an diesen Rechnern auch private USB-Sticks nutzen.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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