Der Schriftzug einer Verbraucherzentrale an einer Hauswand: Die Verbraucherschützer in Hamburg wollen sich dagegen einsetzen, dass Besitzer von Riester-Sparplänen kurz vor Renteneintritt nur noch schwer den Anbieter wechseln können. © dpa/picture alliance
  • Von Redaktion
  • 18.01.2017 um 01:03, aktualisiert am 18.01.2017 um 01:06
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Wem sein Riester-Sparplan zu teuer wird, kann mit seinem angesparten Kapital zu einem anderen Anbieter wechseln – auch kurz vor Beginn der Rentenphase. Aber seit einiger Zeit haben Verbraucher vermehrt Probleme mit einem solchen Schritt. Die Verbraucherzentrale Hamburg sieht da politischen Handlungsbedarf.

Wer sich über Jahre hinweg Riester-Kapital angespart hat, aber langsam doch unzufrieden mit seinem Anbieter ist, darf wechseln und sein Geld mitnehmen. Für Besitzer von Riester-Bank- oder Fonds-Sparplänen tun sich da jedoch seit Kurzem Hürden auf, beobachtet die Verbraucherzentrale Hamburg.

Wie sie berichtet, weigern sich wohl Versicherer wie Allianz, Cosmos Direkt, Hannoversche oder Signal Iduna, kurz vor der Rentenphase noch neue Kunden aufzunehmen. Grund seien die niedrigen Zinsen. „Die Versicherer können sich auf die Vertragsfreiheit berufen und selbst entscheiden, wen sie als Kunden übernehmen wollen und wen nicht. Wer wechseln will, sollte deshalb parallel bei unterschiedlichen Versicherern anfragen“, sagt Doris Kappes von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Dies erhöht die Chance, doch noch rechtzeitig vor Rentenbeginn einen günstigeren Anbieter zu finden.“

Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg, ergänzt: „Je schwieriger der Anbieterwechsel ist, desto wichtiger ist Kostentransparenz bei Vertragsschluss.“ Die Anbieter von Riester-Bank- und -Fondssparplänen müssten daher dazu verpflichtet werden, die Kosten bei Vertragsschluss verbindlich zu benennen. Nur so sei der Verbraucher informiert genug, um eine Entscheidung zu treffen.

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