Riester-Rente Viel Nachbesserungsbedarf

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Kaum ein Produkt der Lebensversicherer steht derart im Kreuzfeuer wie die Riester-Rente. Jetzt hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IFVP) 77 Tarife von 57 Anbietern gecheckt. Nach 84 Kriterien wurden klassische und Fondspolicen mit Beitragsgarantie abgeklopft. Beispielsweise anhand der Kosten beim Wechsel des Versicherers. Das Ergebnis fiel erfreulich aus – zumindest generell.

Liebäugelt ein Kunde beispielsweise im 20. Versicherungsjahr mit 10.000 Euro Kapital im Vertrag mit einem neuen Anbieter, ist er meist hochwillkommen. So zieht IVFP-Geschäftsführer Frank Nobis Bilanz: „Erfreulich ist, dass bei fondsgebundenen Tarifen 78 beziehungsweise bei klassischen Tarifen rund 70 Prozent der Versicherer keine Kosten verlangen“.

Bis zu 680 Euro Kosten

Aber es gibt nach der Studie eben auch schwarze Schafe. Im schlimmsten Fall würden in der Fondsvariante 500 und in der klassischen sogar 680 Euro fällig. Im Schnitt lägen die Kosten bei 60 beziehungsweise 140 Euro. Für die zahlreichen Kritiker am Modell dürfte jedoch nicht nur dies Wasser auf ihre Mühlen sein.

Wer mal eben 1.000 Euro zusätzlich in seinen Vertrag stecken wolle, kann das bei günstigen Anbietern gegen eine Gebühr von weniger als 50 Euro tun. Ein Anbieter stelle dafür jedoch gleich 200 Euro in Rechnung, so das IVFP. Etwa vier von zehn Gesellschaften weisen danach solche Kosten nicht einmal konkret aus.

Gesamtkostenquote ist nur selten zu finden

Wie es auch um die Transparenz bei der Gesamtkostenquote nicht gut bestellt ist. Und zwar beim größten Teil des Marktes. Nur ein Drittel der untersuchten klassischen Tarife weist diesen Prozentsatz klar und deutlich aus. Beim Rest herrscht mehr oder weniger Schweigen. In dieser Hinsicht nicht überprüfen konnten die Analysten fondsgebundene Tarife.

Die Ergebnisse im Detail gibt es hier:

 

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