Ob sich der Ruhestand entspannt genießen lässt, darüber machen sich viele Deutsche Sorgen. © picture alliance / Zoonar | lev dolgachov
  • Von Manila Klafack
  • 17.05.2021 um 15:58
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lesedauer Lesedauer: ca. 01:30 Min

Die Erwerbstätigen in Deutschland machen sich Sorgen um ihre Altersvorsorge, kennen aber ihre konkrete Rentenlücke immer noch zu wenig. Das stellt eine Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fest. Am Montag startete der GDV seine „Themenwoche Altersvorsorge“.

53 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter machen sich hierzulande Sorgen wegen ihrer Altersvorsorge. Besonders verunsichert sind Frauen (57 Prozent). Einen finanziell sorgenfreien Ruhestand sehen lediglich 42 Prozent der Männer und nur 32 Prozent der Frauen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Demnach wissen allerdings viele gar nicht, wie viel Geld sie vermutlich im Ruhestand haben werden. Mehr als ein Drittel der Befragten kann nicht oder nur sehr vage abschätzen, wie hoch das Einkommen im Alter sein wird. Diese Ungewissheit zeigt sich in der Umfrage auch bei den Antworten auf die Frage nach einer Rentenlücke.

Rund 20 Prozent der Personen im Erwerbsalter wissen nicht, ob und wie viel Geld ihnen im Ruhestand monatlich zur Wunschrente fehlen wird. Fast 60 Prozent befürchten eine erhebliche Differenz von mindestens 250 Euro. Knapp ein Drittel schätzt die persönliche Rentenlücke auf 750 Euro pro Monat und mehr. Demgegenüber sagen nur 17 Prozent, dass ihnen im Alter voraussichtlich kein Geld fehlt.

GDV startet „Themenwoche Altersvorsorge“

„Nur wer seine Rentenlücke kennt, kann passgenau vorsorgen. Ich bin davon überzeugt, dass wir hier mit digitalen Lösungen einen großen Schritt vorankommen – das gilt sowohl für die kommende digitale Rentenübersicht als auch innovative, digitale Versicherungsangebote bei der Altersvorsorge“, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen am Montag in Berlin zum Auftakt der „Themenwoche Altersvorsorge“ des GDV.

Eine zusätzliche Vorsorge neben der gesetzlichen Rente fehlt jedem fünften Befragten. Wenn vorgesorgt wird, dann am häufigsten mit einer Immobilie (37 Prozent). Einem Aktien- beziehungsweise einem Rentenfonds vertrauen 30 Prozent ihre Ersparnisse an. Eine Betriebsrente haben knapp 28 Prozent der Befragten.

Betriebsrenten müssten für KMU attraktiver werden

„Es ist einerseits gut, dass deutlich mehr als ein Viertel der Befragten die Vorteile des ‘Hidden Champion’ betriebliche Altersversorgung nutzt”, so Asmussen. In der öffentlichen Debatte komme sie bislang zu kurz. „Andererseits machen die Zahlen deutlich: Für eine größere Verbreitung braucht es unverändert mehr Impulse, um die Betriebsrenten auch für kleine und mittlere Unternehmen attraktiv zu machen”, sagte Asmussen.

Rund 23 Prozent der Befragten über alle Altersgruppen hinweg sorgen mit einer Lebensversicherung vor. Einen Riester-Vertrag haben etwa 22 Prozent der Befragten. Dabei haben Frauen deutlich seltener eine Betriebsrente (24 Prozent) als Männer (30 Prozent), andererseits aber häufiger einen Riester-Vertrag (25 Prozent gegenüber 19 Prozent der Männer).

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

kommentare
Wilfried Strassnig
Vor 1 Monat

Wenn nicht bereit ist bestehende Verträge die nach allen Kosten meistens unrentabel sind, neutral überprüfenzu lassen manifestiert ständig hohe VERLUSTE. Damit ist eine ausreichende Altersversorgung für 80% der Bürger NICHT finanzierbar. Ein Beispiel verdeutlich das:
Als Beispiel gehen wir von einer 20-jährigen Person aus, die € 300,00 monatlich bis zum 67. Lebensjahr anlegt.
Bei 9% erzielt man damit € 2.366.720,36
Bei 7% € 1.230.146,92
Bei 3%, soviel erzielen sehr sicher nur ganz wenige nach Kosten in Deutschland
€ 367.300,60
13% die unsere Kunden wahrscheinlich erreichen, kann man unter Zinsen-berechnen , unter Sparrechner regelmäßig anlegen, selbst ermitteln.

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Wilfried Strassnig
Vor 1 Monat

Wenn nicht bereit ist bestehende Verträge die nach allen Kosten meistens unrentabel sind, neutral überprüfenzu lassen manifestiert ständig hohe VERLUSTE. Damit ist eine ausreichende Altersversorgung für 80% der Bürger NICHT finanzierbar. Ein Beispiel verdeutlich das:
Als Beispiel gehen wir von einer 20-jährigen Person aus, die € 300,00 monatlich bis zum 67. Lebensjahr anlegt.
Bei 9% erzielt man damit € 2.366.720,36
Bei 7% € 1.230.146,92
Bei 3%, soviel erzielen sehr sicher nur ganz wenige nach Kosten in Deutschland
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