Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Rentenhöhe Fast jeder zweite Rentner bekommt weniger als 800 Euro

Die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage von Sabine Zimmermann (Die Linke) zeigt, dass fast die Hälfte der Bezieher der Altersrente unter 800 Euro im Monat erhalten.
Die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage von Sabine Zimmermann (Die Linke) zeigt, dass fast die Hälfte der Bezieher der Altersrente unter 800 Euro im Monat erhalten. © dpa/picture alliance

Die Altersrente in Deutschland liegt bereits heute für fast jeden Zweiten bei unter 800 Euro im Monat. Damit bewege sich ein großer Teil der Rentner unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle, kritisiert die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann.

| , aktualisiert am 02.08.2018 14:58  Drucken

Gerade hatte sich der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen geäußert, dass der Begriff der Altersarmut in Deutschland lediglich Panikmache sei. Die Rentner seien weniger gefährdet als beispielsweise Kinder.

Und nun diese Zahlen: Fast jede zweite Altersrente liegt unter 800 Euro. Das schreibt das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und bezieht sich auf die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage von Sabine Zimmermann, Bundestagsabgeordnete der Linken.

Rund 8,6 Millionen Rentner, und damit ein Anteil von 48 Prozent, bekamen Ende 2016 demnach eine Rente von weniger als 800 Euro im Monat. Insgesamt etwa 11,3 Millionen Rentner, und damit beinahe zwei Drittel, erhielten weniger als 1.000 Euro Altersrente im Monat – nach den Beiträgen für die Sozialversicherung, aber vor Steuern.

Risiko zum Abrutschen in die Armut steigt

Allerdings sei die Rentenhöhe für sich genommen nicht aussagekräftig hinsichtlich der Einkommenssituation im Alter, so das Bundesarbeitsministerium gegenüber dem RND. Andere Einkommen würden dabei nicht berücksichtigt.

„Die Zahlen zeigen, dass schon heute ein großer Teil der Rentnerinnen und Rentner gesetzliche Rentenbezüge unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle und sogar unter der Grundsicherungsschwelle erhält“, sagt Sabine Zimmermann gegenüber dem RND. „Mit Blick auf die Zukunft sind diese Werte besorgniserregend. Die Biografien künftiger Rentengenerationen werden anders aussehen als die heutiger Rentnerinnen und Rentner.“

Bei vielen Rentnern werde das Abrutschen in die Armut derzeit noch durch eine Absicherung über den Ehepartner oder über eine gute Betriebsrente verhindert. „Diese Absicherungsformen werden aber immer seltener“, so Zimmermann weiter.

Webinar: Rückblick und Ausblick – der GARS und der Aberdeen Global Diversified Growth und Income Fonds
Werbung


Im Webinar identifiziert Andrea Wehner, Investment Director bei Aberdeen Standard Investments, die Haupttreiber und relevanten Ereignisse für die Wertentwicklung im vergangenen Jahr und erläutert, warum sie für die Multi-Asset Fonds optimistisch in die Zukunft blickt.

Melden Sie sich jetzt für das Webinar an!

Am Donnerstag, 7. Februar um 10 Uhr

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.