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Rentenforscher Börsch-Supan „Zusätzliche private oder betriebliche Altersvorsorge bereits jetzt für alle Generationen notwendig“

Axel Börsch-Supan
Axel Börsch-Supan © dpa/picture alliance

Die Hauptschwierigkeit beim Schließen der Rentenlücke sei nicht in erster Linie die niedrige Verzinsung, sondern die Tatsache, dass mehr als 40 Prozent der deutschen Haushalte nicht sparen, meint der Demografie-Experte Axel Börsch-Supan. Zusätzliche private oder betriebliche Altersvorsorge sei bereits jetzt für alle Generationen notwendig, so Börsch-Supan.

| , aktualisiert am 02.01.2017 10:22  Drucken
Dass in vielen deutschen Haushalten nicht gespart werde, liege nicht an einer zu geringen staatlichen Förderung, sondern „an erheblichen Informationsmängeln über die Förderberechtigung, Vermögenssteigerungen von Ersparnissen und die eigene Lebenserwartung“. Zu dieser Aussage kommt der Demografie- und Altersvorsoge-Forscher Axel Börsch-Supan zusammen mit vier weiteren Wissenschaftlern in einem Gastbeitrag für das Fachmagazin „DAV-Kompass“, das von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) herausgegeben wird.



„Rentenlücke wird sich zunehmend vergrößern“

Weiter zeige sich, dass „insbesondere jüngere Haushalte, Haushalte mit geringem Einkommen und niedrigem Bildungsstand Schwierigkeiten beim Füllen der Rentenlücke haben“, stellen die Wissenschaftler fest – und kommen zu dem Schluss: „Die Rentenlücke wird sich zunehmend vergrößern“. Daher sei eine „zusätzliche private oder betriebliche Altersvorsorge bereits jetzt für alle Generationen notwendig, um diese Lücke zu schließen oder zu verkleinern“.

Das Versäumnis zu sparen, könne auch durch eine höhere Verzinsung nicht wettgemacht werden, heißt es weiter. Zwar machten es höhere Zinsen wahrscheinlicher, die Rentenlücke füllen zu können, sofern eine kapitalgedeckte Zusatzrente existiere. Allerdings werde bei Berücksichtigung aller Vermögenswerte deutlich, so die Forscher, dass höhere Zinsen „insbesondere für Haushalte mit kaum oder keinem Vermögen oder gar für verschuldete Haushalte nur geringe positive beziehungsweise negative Effekte haben können“.

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